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Diplomarbeiten 2015 Masterprogramm Kulturmanagement

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SKM Studienzentrum Kulturmanagement Universität Basel

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  • Diplomarbeiten 2015Masterprogramm Kulturmanagement

  • 2Vorwort 4

    Eine Annherung an potentielle Innovationsparameter zeitgenssischer MuseenCarolyn Bandel, Manuela Beerli, Hannah Schneidt, Lena Tamini 6

    Kantonsbaumeister Kulturmanager?Andrea Barbara Wittwer Joss 8

    Szenarien fr einen Wechsel der Trgerschaft des Richard Wagner Museums Luzern Katja Fleischer, Ingo Jonas 10

    KOOPERATIONEN Kooperationsmanagement am Beispiel CREA Centre Rgional dExpression ArtistiqueSarah Girard, Brigitte Kasslatter, Gaby Schmidhauser 12

    Erfolgsfaktoren fr das Kunstschaffen von und mit Knstlern mit geistiger BehinderungDominique Ammann-Schaufelberger 14

    De la musique avant toute chose Marketingkonzept fr den Bereich Neue Musik an der Hochschule fr Musik BaselSilvia Mller, Meike Olbrich, Susanna Maria Plata 16

    Inhalt

  • 3Die Neukonzeption des Kulturmagazins Passagen Alexandra von Arx, Isabel Drews 18

    Die geplante Schliessung einer kulturellen Institution am Beispiel des Literaturmuseums Strauhof ZrichRonny Frster, Anne Wieser 20

    Die Krise als ChanceInternes Kommunikationskonzept fr das Museum zu Allerheiligen Nese Sarilgan Oylas, Franziska Suter 22

  • 4Auf den ersten Blick handelt es sich bei Themen, die 2015 in den Diplomarbeiten intensiv untersucht und errtert wurden um klassische Themen des Kulturmanagements: Organisationstheorie, Strategisches Management, Mar-keting, Kommunikation. Und doch lsst sich eine neue Dringlichkeit herausspren. Auffallend hufig wird der aktuelle gesellschaftliche Wandel zitiert, die sich vern-dernde Umwelt, die Positionierung in einer globalisierten Welt, die demografische Entwicklung und nicht als neues, aber akutes Thema die sinkenden finanziellen Mittel kurz, der Zwang, sich den Vernderungen vorausschauend und aktiv stellen zu mssen: Wie schafft es eine Kultur-institution innovativ zu sein und auch zu bleiben? Welche

    Rahmenbedingungen sind dafr ntig und welche Rolle mssen auch Leitende solcher Institutionen ausfllen? Wie nehmen Exponenten in kulturmanagementverwandten Berufsfeldern ihre Rolle wahr und wie gehen sie mit dem Spagat zwischen konomischem Druck und dem Gestalten von (Bau)Kultur um? Auf welcher Grundlage kann ein Museum sich heute fr eine neue Trgerschaft entscheiden, um fr die Zukunft handlungsfhig und erfolgreich zu sein? Knnen Kooperationen gewissermassen die DNA eines neuen Kulturzentrums sein und was gilt es dabei zu beachten? Welche Faktoren sind ausschlaggebend, damit sich ein spezifisches Kunstschaffen entfalten kann? Wie gelingt es, einen Bereich an einer Musikhochschule so ins

    Vorwort

  • 5Licht zu rcken, dass er sich in einem globalen Markt besser positionieren kann? Wozu braucht eine Kulturstiftung eine Zeitschrift und wie knnte sie aktualisiert werden? Weshalb ist es so schwierig, eine Kulturinstitution zu schliessen und welche Fehler wurden bei der Kommunikation gemacht? Wie knnte durch klare interne Kommunikation ein Muse-um aus der Krise finden?

    Wir erhoffen uns, dass unsere Absolventinnen und Absolven-ten durch das Studium des Kulturmanagements in Basel nicht nur ein Rstwerkzeug erhalten haben, um konstruk-tiv mit Vernderungen umzugehen, sondern auch eine geschrfte Aufmerksamkeit fr gesellschaftliche Vorgnge

    entwickelt haben, die es ihnen erlaubt, sich reflektiert und engagiert den stetigen Herausforderungen im kulturellen Berufsalltag zu stellen.

    Die Studienleitung:Brigitte Schaffner und Manuela Casagrande

    Vorwort

  • Museen befinden sich in einem sich stndig wandelnden gesellschaftlichen Umfeld. Der verstrkte Wettbewerb, die Abnahme von jungen Besucherinnen und Besuchern und der steigende Legitimationsdruck gegenber Geldgebern sind dabei nur einige Beispiele aktueller Herausforderun-gen, mit welchen sich viele Museen konfrontiert sehen. Sie sind gefordert, auf die Vernderungen der Zeit zu reagieren, um sich langfristig im Kulturmarkt behaupten zu knnen. Dabei wird der Ruf nach Innovationen in Museen lauter.

    In der Diplomarbeit wird die Forderung nach Neuerungen in Museen kritisch hinterfragt und Innovation museums-spezifisch definiert: Es gelten nur jene Neuerungen als Innovationen, die dabei helfen, die Mission des Museums zu erfllen. ber die Analyse von vier als zeitgenssisch und innovativ definierten Ausstellungshusern findet eine Annherung an potentielle Innovationsparameter im Be-reich ihrer Unternehmensorganisation und -kultur statt. Ausgehend von Erkenntnissen aus der Fachliteratur ber die Innovationsforschung in profitorientierten Unternehmen

    wurden qualitative Interviews mit Leitungen und Kurato-rinnen und Kuratoren des Museum of Liverpool, des Historischen Museums Frankfurt, des Stapferhauses Lenz-burg und des Stadtmuseums Aarau durchgefhrt.

    Die Untersuchung zeigt, dass die beschriebene Gestaltung der Unternehmensorganisation und -kultur der untersuchten Museen hnlich sind und in vielen Punkten jener Gestal-tung entsprechen, die nach aktuellem Forschungsstand als innovationsfrdernd bezeichnet wird. Zustzliche, muse-umsspezifische potentielle Einf lussgrssen konnten abgeleitet werden.

    Die erarbeiteten Parameter knnen aber keinesfalls als Rezept fr den Innovationserfolg verstanden werden. Sie sind viel eher Anhaltspunkte, an welchen man sich im Bemhen um Neuerungen orientieren kann, um die eigene Unternehmensorganisation und -kultur zu ref lektieren und bestenfalls ein Stck innovationsfrdernder gestalten zu knnen.

    Eine Annherung an potentielle Innovationsparameter zeitgenssischer Museen

    6

    Mentorat: Prof. Dr. Gernot Wolfram, Professor fr Kultur- und Event- management an der Macromedia Hochschule fr Medien und Kommunikation in Berlin.

  • Carolyn Bandel, M.A.Senior Media Relations Manager, Swiss Re

    Hannah Schneidt, B.A.Assistentin Amt fr Kultur des Kantons Zug

    Manuela Beerli, B.A. Vorstand Frderverein Theater Bilitz,

    Weiterbildung Events SVSS, Lehrerin an der Sprachheilschule

    Lena Tamini, MFA (Master of Fine Arts Gteborg)

    Visual Merchandiser Food, Manor AG

    Carolyn Bandel

    Manuela Beerli

    Hannah Schneidt

    Lena Tamini

    7

  • Welche Rolle muss ein Kantonsbaumeister erfllen? Ist er Knstler, Architekt, Betriebswirtschafter, Geschftsfhrer, Politiker oder alles in einer Person? Der Kantonsbaumeister hat sich von der selbst entwerfenden, den Kanton nach-haltig prgenden ffentlichen Person hin zum managerialen Bauherrenvertreter entwickelt. Einerseits ist er betriebs-wirtschaftlichen Aspekten verpflichtet, andererseits muss er auch ein Verstndnis fr die Besonderheiten des ffentlichen Bauens und von Baukultur haben. Es bestehen unterschied-liche Meinungen ber die Rolle eines Kantonsbaumeisters und die Diskussionen darber weisen eine grosse hnlichkeit mit den Rollendiskussionen der Kulturmanager in den letzten ungefhr 20 Jahren auf.

    Die zentrale Fragestellung dieser Arbeit lautet: Ist ein Kan-tonsbaumeister ein Kulturmanager? Um die Fragestellung zu errtern, wurden explorative Interviews mit vier Kan-tonsbaumeistern gefhrt. Zustzlich wurde eine kleine

    schriftliche quantitative Umfrage an alle 26 Kantonsbau-meister verschickt, um die Diversitt der Kantonsbaumeis-ter-Landschaft in der Schweiz zu dokumentieren. Diese Arbeit ist die erste Auslotung zum Thema der Rolle des Kantonsbaumeisters. Die Interviewpartner sehen sich nicht als Manager von Kultur oder Kulturmanager, obwohl sie bei der Beschreibung ihrer Ttigkeiten die gleichen Begriffe (Frderer, Vermittler, Ermglicher) brauchen, wie sie auch in den Diskussionen ber das Rollenverstndnis der Kulturmanager vorkommen. In erster Linie wird Bauen nicht explizit als kultureller Akt angeschaut. Im Gegensatz dazu wurde die zeitgenssische Baukultur in der letzten Kulturbotschaft 2016-2020 erstmals aufgenommen.

    Diese Arbeit soll als Denkanstoss fr eine Diskussion ber neue Rollenmodelle der Kantonsbaumeister verstanden werden und als Pldoyer dafr, dass dabei die Bedeutung der Baukultur fr die Gesellschaft nicht vergessen werden darf.

    Kantonsbaumeister Kulturmanager?

    8

    Mentorat: Dr. Patrick Glogner-Pilz, stellvertretender Leiter der Abteilung Kultur- und Medienbildung an der Pdagogischen Hochschule Ludwigsburg Andrea Wittwer Joss

  • 9Andrea Barbara Wittwer Joss, dipl. Architektin ETH

    Architektin, Projektleiterin Hochbauamt Kanton Zrich

    Andrea Barbara Wittwer Joss

    Andrea Wittwer Joss

  • Das Richard Wagner Museum Luzern (RWML) ist eine Institution der Stadt Luzern und damit in ffentlich-rechtli-cher Trgerschaft. Um das Museum auch in Zukunft als eine lebendige und gut frequentierte Kultureinrichtung zu positionieren, sollen rechtliche und organisatorische Ver-nderungen vorgenommen werden. Zur Diskussion steht unter anderem auch ein Trgerschaftswechsel.

    Die Diplomarbeit analysierte, unter welchen Szenarien das RWML in eine privatrechtliche Trgerschaft berfhrt werden kann. Basierend auf der Beschreibung des Ist-Zustandes erfolgten eine strategische Analyse und die normative Rahmung des Change-Prozesses. Fr die Darstellung mglicher Zuknfte des Museums wurde als Methode die Szenariotechnik angewendet, denn nur mit dem Wissen um mgliche Entwicklungen kann auch die Wahl einer potentiellen Trgerschaft getroffen werden.

    Aus einer Strken-Schwchen-Analyse wurden wichtige Einflussgrssen fr die Zukunft des Museums bestimmt und ber eine Interdependenzanalyse auf Schlsselfaktoren redu- ziert. Fr die Faktoren wurden konkrete Prognosen erarbeitet und anschliessend zu plausiblen Szenarien kombiniert.

    Konkret wurden fr das Richard Wagner Museum Luzern vier Trendszenarien errechnet und beschrieben. Diese sind dann anhand einer Chancen-Risiken-Bewertung fr ausge-whlte Trgerschaftsformen diskutiert worden. Dabei hat sich gezeigt, dass es fr das Richard Wagne