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8/7/2019 Die Münzen- und Medaillen-Sammlung in der Marienburg. Bd. VI. 1. Abth.: Münzen und Medaillen der Stadt Thorn ; … http://slidepdf.com/reader/full/die-muenzen-und-medaillen-sammlung-in-der-marienburg-bd-vi-1-abth-muenzen 1/151 Die Mnnzen- und Medaillen-Sammlung in der Marienburg. VI. Band: 1. AbteUung. Munzen und Medai llen del' Stadt Thorn. 2. Abteilung. Mimzen und Medalllen del' Stadt Elbing. Bearbeitet VOIl Dr. Emil Bahrfeldt unter Mitwirkung von Pfarrer Sch wand t. Mit ]0 Lichtd ruck taf'e ln und zahlreichen Abbildungen im 'I'ex te, Danzig. Verlag des Vereins flir die Herstellung und AUSBchmiickung der Marienbnrg. -I 1916. L~ ~ __

Die Münzen- und Medaillen-Sammlung in der Marienburg. Bd. VI. 1. Abth.: Münzen und Medaillen der Stadt Thorn ; 2. Abth.: Münzen und Medaillen der Stadt Elbing / bearb. von Emil

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    D i e

    M n n z e n - un d M ed aillen -S amm lu ngin der

    M a r i e n b u r g .V I. Band:

    1. AbteUung. Munzen und Medaillen del' Stadt Thorn.2. Abteilung. Mimzen und Medalllen del' Stadt Elbing.

    Bearbeitet VOIlDr. Emil Bahrfeldt

    unter Mitwirkung von Pfarrer Sch wand t.

    Mit ]0 Lichtd ruck taf'e ln und zahlreichen Abbildungen im 'I'ex te,

    Danzig .Verlag des Vereins flir die Herstellung und AUSBchmiickung der Marienbnrg.

    -I

    1916.L~ ~ __

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    M i in z e n - u n d M e d a i l l e n - S a m m lu n gin der

    M a r i e n b u r g .

    Bearbeitet von

    D r. Em i l B ahl'fe ld tunter Mitwirkung von Pfarrer S chwan dt

    Danzig.Verlag des Vereins fiir die Herstellung und Ausschmuekung der Marienburg.

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    M f in z e n - u n d M e d a i l l e n - S a m m lu n gin der

    M a r i e n b u r g .V I . Band:

    1. Abteilung. Miinzen und Medaillen del' Stadt Thcrn.2. Abteilung. Munzen und Medaillen del' Stadt Elbing.

    Bearbeitet vonDr. Emil Bahrfeldt

    unter Mitwirkung von Pfarrer Schwandt.

    Mit W Lichtdruckt afe ln un d zahlreichen Abbildullgen irn Texte.

    Danzig.Verlag des Vereins fur die Herstellung und Ausschmiickung del' Marienburg.

    1916.

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    VorwortS p a t e r als beabsichtigt war, wird der VI. Band des Marienburger Mimzwerkes, ent-

    haltend die Abteilungen Thorn und Elbing, hiermit vorgelegt.Del' grofie Weltkrieg mit seinen in aile Verhaltnisse tief eingreifenden Erschwernissen

    hat auch hier sich fiihlbar gemacht und gleicherweise wie die Bearbeitung des Materials ver-langsamt, so del' Drncklegung Storung bereitet. Abel' gerade wahrend das grotle Volkerringenauf seinen Hohepunkt gelangt ist, hat sich dennoch unter Uberwindung aller Hemmnisse dieHerausgabe des Bandes ermoglichen lassen: eine Verzogerung also nur, abel' keine Verhindernngder Weiterfuhrung des umfangreichen Werkes.

    In die Zeit seit Erscheinen des vorigen Bandes fallt fill' den Verein fill' die Herstellungund Ausschmttckung del' Marienb urg ein herber Verlust: das Hinscheiden des Geheimen Sani-tatsrates Dr. Max Jaquet in Berlin-Lichterfelde, dessen Name mit dem Marienburger Mtmz-kabinett fiir alle Zeiten verbunden sein wird, Am 4. Okto bel' 1912 wurde er uns in seinem77. Lebensjahre durch den Tod entrissen. Uber ihn schrieb ich damals in den "Berliner Miinz-blatteru": "Geboren am 7. Mai 1836 zu Rastenburg hat er seiner Heimatprovinz, trotz jahr-zehntelanger Trennung yon ihr, alle Zeit ein starkes Gefiihl del' Anhanglichkeit nnd 'Irenebewahrt. Was er als Arzt, als Gynaekologe geleistet, wird in den medizinischen Blatterngeriihmt werden: hier ist es del' grofle Forderer numismatischer Bestrebungen, dessen Hinscheidenwir beklagen. Mit ihm ist ein Mann yon vornehmer Gesinnung, von Gilte und Woblwollen,von selbstloser, opferwilliger 'I'at dahingegangen, ein Sammler grollen Stils, abel' nicht um dieSehatze fur sich selhst aufzuspeichem, sondern um sie andern mitzuteilen, seinem Heimatlande,dem Mtmzkabinett del' Marienburg, Drei grotle Schenknngen an Miinzen und Medaillen, urn-fassend die brandenburgisch-preuliischen Staaten, besonders. die Provinz Preulien, viele Einzel-schenkungen hat er del' Marienburg uberwiesen, Seiner Initiative ist die gro13artige Entwicklungdes Marienburger Miinzkabinetts zu verdanken , ihm die Anregung zu dem umfangreichenMa1'ienburger Mi.i.nzwel'ke.

    Max Jaquet gehorte zn den Mannern, die in unserer hastenden Zeit immer seltenerwerden, deren Hinscheiden eine fuhlbare Lucke zuriickIaBt und um deren Ersatz wir mit SorgeerfiiUt sind. Weite Kreise trauem um den trefflichen Mann."

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    VIDie Bearbeitung der Miinzen del' drei prenflischen Stadte Danzig, Thorn und Elbing ist

    von iibereinstirnmenden Gesichtspunkten aus und nach derselben Anordnuug erfolgt. Es gelten deshalh auch fiir den VI. Band (Thorn und Elbing) die gleichen Ausfuhnmgsn, die ich imVorworte zu dem V. Bande (Danzig) gegeben habe, so daJ3 ich ftiglioh auf dieses, auch imeinzelnen, verweisen kann. Und allgemein bleiben selbsrverstandlich beide Bands lin Rahmendes von Hause aus fttr das Marienburger MUJ1ZWel 'k aufgestellten Planes, lediglieh die Bestandedes Kabinetts aufzunehmen. Davon kann naturlich auch nieht abgewichen werden, urn Wiinschezn befriedigen, die auf die Schaffung' dues vollstandigen Munskorpus an e r uberhaupt existieren-den Gepragea del' drei Stadte hinanslanfen.

    Be r lin, im Oktober 1916. Dr. Emil Bahl'feldt.

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    VorwortInhaltsverzelclnde

    Zeit des deutschen OrdensZeit von:

    Kasimir 4. von Polen.Johanu AlbertAI exa.nderSigtstnnnd L .

    Zeit von:Kasimir 4. Schillings

    Pfennige .Sigisrnund 3. DukatenTaler .Halbe Taler ..Viertel Taler

    'PalerDukaten

    Interregnum.Wladislaus 4.Donative .Taler .Halbe Taler

    Johann Kashnir. DukatenDoppeldukatenDonative.

    GescbichtsmedaillenZeichen und MarkenPersonenmedaillen

    Oopperntcus .

    Thorner Mlinzbeamte

    Inhal ts -Verzeichnis.

    I. AbteUung: Thorn.Obersicht del' Thorner Miinzgeschichte.

    Seito56778

    Sigismund 3.Wladislaus 4.Johann KasimirMichael KorybutAugust 3.Stanislaus .A ugust

    Verzeichnis der Thorner .Mtinzen.

    1720212126272728318137373940

    TalerOrterDoppelgroscbeuSchillings ...

    Michael Korybut. Doppeldukaten .Schillings

    August 2.. Dukaten .August 3. Secbsgroscher

    D reigroscher .Schillinge

    Stanislaus August. SechsgroscherDreigroscher .Schillinge

    Verzeichnis der Thorner MedaiUen.55595 95 9

    Anha:ng..

    Johann AlbertLinde.v. Soemmering

    ~"lteV

    VIIL3910111313141541434748484950515152535354

    606061

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    VIIISeiteII. Abteilung: Elbing. 6365bersioht der Elbinger Munzgeschichte.

    Zeit des. deutsehen OrdensZeit von:

    Kasimir 4. von PolenJohann AlbertAlexanderSigismund 1.Sigismund August .Heinrich von ValoisStepban BathoriSigi$mund 3.

    Zeit von:Kasimir 4. von Polen. SchilIinge

    Pfennige .Sigdsmund 1. Sechsgroscher

    Dreigroscher ,Groschen.SchiIlingePfennige .

    SigisrnundAugust. PfsnntgeSigistnund 3. ScbillingeGustav Adolf von Schweden.Doppeltaler .Taler uud Halbe Taler;Viertel TalerDreigroschel' .Dreipclksr

    Seite676768686869696969

    Gustav Adolf "on SchwedenChristine von SchwedenWladislatls 4.,Johann KasimirKarl Gustav von Schweden .Michael K oryhut.Iohann 3. SobieskiAugust, 2.August 3.

    '7 373747474

    69717272

    Verzeichnis der Elbinger Miinzen.

    Groschen . 93Schillinge 94

    Christine von Schweden. Dreipolker . 96Sohillirrge 97

    W]adislaus 4. Taler. 98

    798080818284868687878888899Q

    Johann Kasimir, 1. Periode.Doppeltaler . 98Anderthalbtaler. Taler 99Ortel' 99Zweigroscher 100

    Karl Gustav von Schweden. Dukaten 100Cll'ter . 101SechsgroscherDreip()lker

    Johann Kasimir, 2. Periode,Dukaten .Orter .Schillinge

    Michael Kurybut, Dukaten .Taler .Halbe Taler ,Schillings

    AUgust 2, SchillingeALtgust 3. Orter

    Seohsgrnschee. Dreigroscher, Sehfllinge

    103.104104105106107107108108109109111112

    Verzeichnis der Elbinger Medailleo.Geschichts- und Personenmedail len, Zeich611, 11'1arken .')Elbinger Miinzbeamte .

    Anhang.115

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    ERSTE ABTEIL UNG

    Thorn.

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    . .Ubersichtder

    Thorner Milnzgeschichte.

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    Die Stadt 1St aus einer alten Burg der heidnischen Prcufscn hervorgegangen, 1231 begriindetedort del' D eu tsche O rd en seine erste Niederlassung. Aus del' urspriinglichen Benennung Turno oderTurn entstand del' Name Thorn. Die vorteilhafte Lage des Ortes an del' Weichsel begunstigte seineschnelle Entwickelung und seinen fruhzeitigen Eintritt in den Hansebund.

    Thorner Siegel - das alteste schon seit etwa 1232 - fUhren ein zwei-, spater ein dreitermigesTor, ein Stadtzeichcn, das auch auf Miinzen ubergegangen ist.

    Wann del' Deutsche Orden seine Pragetatigkeit in Thorn begonnen hat, steht ebenso wenigfest wie seine Aufnahme des Miinzbetriebes in Prenfien tlberhaupt. Doch finden wir scbon in del'Culmer Handfeste - d. d. Thorn 28. Dezember 1232 - die Verorclnung von einerlei MiinzfuB im ganzenLande: 60 Schilling Pfennige auf cine Culmer Mark und die Erneuerung der Miinze nur alle zehn Jahre.Auch bestimmte cine Verordnung von 1274 des Vice-Landmeisters Conrad 'V. Thierberg fiir die StadtThorn, daB daselbst niemand, del' dazu nicht die Erlaubnis des Ordens babe, Silber einschmelzen diirfe,und daB jeder Schmelzer seine Barren mit seinem Zeichen zu versehen und fiir den vorgeschriebeuenGehalt :;IU baften habe. Alleln auch dies ist noch nicht unbedingt zwingend zu del' Annahme einesderzeitigen Mtlnzbetriebes des Ordens in Thorn. Dennoch darf aus del' Erwahnung von ThornerPfennigen seit M.itte des 13. Jabrhunderts auf eine damals bestehende Orelensmilnze in Thorn geschlossenwerden. Die Ordenspfeunige mussen unter den vielen Hohlmtinzen verborgen sein, die wir aus Preulienkennen und an denen auBer den Ordensmeistern und dem Konigreiche Polen auch die preuliischenBischdfe Anteil haben, ohne daB es moglich ware, eine Aussonderung zu Gunsten Thorns vorzunehmen.

    Die Ordensmtinze lag an del' ostlichen Seite der unteren Vorburg und reichte verrnutlich biszum Bruckentore. Als 1 \1 unzmeister findet sich daselbst zuerst erwahnt 1308 und 1324 MeisterMeinicke. Urn 1380 scheint del' Orden ausschlielllieh in Thorn, seiner Hauptmiinze, den Betriebgehalten zu haben. 1391 und il l den folgenden Jahren schlug Mtinzmeister Johann Le pp er noehPfennige, und erst unter Hochmeister Conrad 3. (1393-1407) sind zweiseitige Munzen nachweisbar.Es sind dies die Schillinge seltener Art, die ein t (Thorn) tiber dem Schilde der Rtickseite sehen lassen,wie Marienburg Bel. I No. 241 fg. Das ist abel' auch die einzige Sorte, die sich fijr Thorn sicher hatermitteln lassen, weun man nieht noeh mit mil' die unter Michael Kuchmeister von Sternberg go-schlagenen, Marienbnrg Bd. I No. 631-682, und vielleicht auch noch diejenigen Pauls von RuBdorfNo. 683-694, 712-741 dorthin rechnen will.

    1404 gab del' Ordensbruder Peter v, Waldheim sein Amt an del' Miinze an den BruderNikolaus Roder, Hanskomthur in Thorn, ab o Von 1413 datiert die Verordnung des StatthaltersHermann Gans liber den Silb erk auf, worin der Preis fUr die feine Mark auf 3 Mark Schillings fest-gesetzt und die Unternehmer angewiesen werden, verkaufliches Silber an die Milnze in Thorn oderDanzig zu liefern. 1415 finden sich Bruder Elngelbarth N othaft und 1420 N. Koehberg als Mtinz-meister erwahnt, Silberlieferant war Gerhard von del' Becke, frtiherer Mtinzpachter in Danzig.

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    6 Tborn. Mfinzgesehichte. Ordenszeit. Zeit Kasimirs 4.Wir haben bereits gesehen,') daB Danzig und Thorn nach einern Abkommen mit dem Hoch-meister Paul von RuBdorf zehn Jahre lang, von 1425 bis 1435, fur diesen rniinzten, Ordenspfennige

    schlugen, und an dem Gewinue daraus zur Halfte beteiligt waren. Diese Mtinzen sind aber nattirlichnicht als Stadtgeld zu betrachten.

    Im Jahre 1454 ging der AbfaU vom Deutsehen Orden vor sich. Thorn war del' Versammlungscrtdel' preubisehen Staude, die unter Ftlhrung des Ritters Hans von Baysen von da aus den Absagebriefvom 4. Febmar an den Ordensmeister Ludwig von Erlichshausen richteten. Das abgefallene Gebietstellte sieh unter polnisehen Schutz und wurde mit del' Krone Polen als nunmehrigos HerzogtumPreulsen vereinigt, Damit horte die Ordensmunze in Thorn auf, die his dahin von Mlinzmeister Hansvon Lichtenstein besorgt worden war, einem wegen seiner Wuehergeschafte verhauten Manne: mubteer doeh 1453 bei einem Aufstande aus del' Mtinze flliehten und sieh auf die Burg in Sicherheit bringen.

    Nach dem Abfall der Stadte entspann sich ein langwieriger Kampf zwischen Polen und demOrden, daran die Stadte Iebhaften Antell nahmen. Wahrend des Krieges, so bestimmte die VerordnungKCinig Kasimirs vom 6. M a rz 1 454, sollte unter kdniglichem Bild und Titel in Thorn, Danzig, Elbingund Konigsberg, nach Beendigung des Krieges abel' allein in Danzig und Thorn gepragt worden. Nul'in Thorn gescnah dies. Freilich nicht nach dem vorgeschricbeneu Typus und auch nul' in geringemUmfange. Die verausgabten zwei Sorten Schillinge tragen vielmehr den Adler des Berzogtums PreuI;\en,schwarz mit goldenet Krone u rn den Hals (teils im Sehilde, toils frei im Felde) und das dreittirmigeStadttor. Sie sind reichlich 10 lOtig (O.B25 fein) nach clem Strich , etwa 250 Stuck gehen auf diefeine coln . .M ark.

    Das .Iahr 1457 brachte dann in Anerkennung del' Opfer und Verluste, die der Krieg den Stadtenauferlegt hatte, das Mtinzrecht fUr Danzig, Thorn und Elbing auf immerwahrende Zeiten, fUr Thornmit folgeudem Wortlaute:

    1) Emil Bu h rf e ld t, Marienburg, 'Band V' , Danzig, S.4.

    3m namll.l1 b e5 q errcn UllIcn40 S benne oie < f:3eitl} mit irrn gcfd7cf tcn l )e rgengI ic i? t f t , is fey benne ba s b ie mit fd)riftenbeftc1iget I l. le l : b cl t, f o uxrcen fie bey < ! 3 e b e d , t n i f l ' c bet n o a , f o m m c n b e n b leibcn . qirum b c5 1 1emigeH gebed)tnifle. W ir liascmh:us non

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    Thorn. MUnzgesol\ichte. Zeit Johann Albrechts und Alexanders, 7unfit Ianee p olan nnbe p t ew~~n cyntrecl?tillid)coolbotH7 qaben wit ben egenantell Bot:ge.lllef!etl1 2 ia tl 11 an ne n 5 d1 ep p en nn be g nn tc~ el' g em c'fcn e b et egeb ad }k n unfirir 5tatl'[q(,llill [olle!l1ad)t oorleven nnbe gegd)(,l1 vnbe in ttafft by~ briffes geben rmbc t)orleyen ba s fie an aileucrbineerunge unO injal le eyne ! l1untcse beybe 53ilb~rr3s vnO e goH )e$ in eg eO ad ') ter 1ll1fit:itSlat '["1 70m hcb cn [,alO en vn oe flo l"w n(oUen l1lff fold) to:CllLmbe graw als ik 5un bit gew on ltdltf t ooiu nod) D l1fb :emnnbe unfiret rete Ienoe ul1.lle Sfl!: teRat r o i f f e n once rumen feyn wid c~ uem lS 'jen g eqeiten w e!d ]e 2 11 untc5c bi e egm anten B Ol1gem eiftcl'n , R atmaune Sd:!ep pen Dllbe ganic3e

    Original iui Thorner Stadtnrchiv. - V()J3bcrg, JliIZD.u. Siegel del ' preuJ.\. Stlldte S.34.Wie die andern Sti~dte 80 beschrankte auch Thorn seinen Schlag hauptsachlich auf Schillinge.

    Sie wurden mit dem Adler des koniglicllen Preuliens (Westpreuliens) versehen, der dera vorher ge-brauchten herzoglichen gleich , abel' ncch mit einem ein Schwert tragenden Arm ausgertistet war,entsprcchend dem neuen Landeswappen, das wohl zuerst auf dem dem preulnschen Statthalter Hansvon Baysen verliehenen Siegel erscheint. Die andere Seite fler Schillings hat das [agellonische Doppel-krenz. Sie wurden in Massen hergestel1t; ihr Gehalr envies sich als sehr schwankend zwischen 3 und4 Lot (O.188-0.e50 fein) und von e40 bis 850 Stnck auf die feine coin. Mark.2) In geringem Umfangewurden aueh Pfennige geschlagen, sehr gertnghaltig, einseltig und hohl, mit dem jagellonischen Kreuze,12 SHick auf einen Schilling.

    Aus der Zeit der nacbsten Konige, Johann Albrechts 1492-1501 und Alexandeps 1501-1506,sind Thorner Geprage nicht bekannt: die Munze wird still gelegen haben. Es war damals eine Zeit del'

    2) Nach Untersuchungen des Herrn ObIHJliIilnzwal'deinsJ. Mi tt ru un n an der kgl. MUnze in Berlin, del' auch Riel'wieder freuudlicher Weise ausgsholfen bat.

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    8 TIt 0 r n . Mtinzgeschlchte. Zeit Sigismunds 1.M tinzzerriittu ng in P reu llen . Z war w urden au f den L and tagen zw ischen der K rone P olen , den preu ls i schenStanden, den Hochmeistern und den mlinzberecl1tigtn Stadten Verhandlungen zur Verbesserung desMunzwesensgep i l ogen , aber zu Sehritten, die Wandel zu schaffen geeignet gewesen waren , gelangteman nicht, Die Interessen del' einzelnen Parteien gingen zu weit auseinandsr, als daB etwas Gemein-sam es zu stande k om men k onn te. Schlechte M tm zen kam en tib erd ies von auB en in s L and - es sei nu ran die 8chweidnitzer Pelchen erinnert -, gringhaltiges Geld pragten die Hochmeister, ptagte Danzigvon 1524 bis 1526. Bei den Verhandlungen in M iinzsachen auf den Landtagen tateu sieh besondersdie Thorner Abgesandten bervor. Endlich sah del' Marienburgsr Landtag i. J. 1528 eine ,neue Mtlnz-ordnung erstehen, die am 10. Mai 1530 die Bestatignng Kllnig Siglsmunds 1. erhielt lind deren be-merkenswerteste Bestimmung d ie p oln ischen u nd d ie p reu :B iiS chen liH in zen n ao h g leichem Fu Ee festsetz te .

    Die konigliohe Pragung flit PreuBen naeh dieser Verordnung ging in Thorn unter del' Leituugdes Jost Ludwig DeziusB ) oder Dietz vor sich, Er stammte aus WeiBenburg i. E., wo SEl inVaterBiirgermeister war, Urn 15013 war er naoh Polen ausgewandert, batte zunachst bis etwa 1520 in Krakanbei dem Ratmann Hans Boner Stellung, wo er auch literarisch sich betatigte, Praktische Kenntnisssim Mllnzwesen erwarb er heim Mtinztneister Oasper B el' in Krakau. N aehdem w urde el' konig l icherSskretar, verfasste 1526 d ie fiir d ie ]\!lunzreform in Polen grundlegsnde Donkscbri f t , "D~ mon eta c u ss io n eratio" und gewann nach u nd nach EinflnB auf das M iinzw esen . Am 15. Juni 152 8 w u rde er zumLeiter del' Kronmlinze in Thotn ernannt.

    Da es sich bei den unter Desius in Thorn gepragtenJYllinzen nicht um Stadtgeld handelt,is t auf si c hier nioht naher einzugehen , aie seien abel' wenigstena ku rz erwahnt:

    Sechsgroscher 1528 152B 1530 1532 1534 1535Dreigrosober. 1528 1529 1530 1532 1534 1535Groschen. 1528 1529 1530 1531 1532 1533 1534 153(:)Sehillinge 152.8 1529 1530 1.531Denare ohne Jahrzahl.

    Aus der Zeit diesel' Pragungen sind im Stadtarchiv Zl1 Thorn noch Zainproben erhalten, vondenen D r. Freih. v. Schrotter nsheres erz-ahlt .4)

    S tel lvertreter des D ietz w ar Stanislaus: (Stenzel) M ars tel ler , als MU n zm eister w irk teM a tthias S chilling. Am 17. Juni 1535 wurde die l \[ i inze geschlossen. D ietz w ar sobon 1530 naehKonigsberg gegangen, wo er au f 10 J ahre Pachter del' lIH inze M arkg raf A lb rochts zu B randen -burg wurde.s)

    Die Stadt selbst verzichtete darauf, neben del' konigl , Mtinze einen eigenen Betrieb su halten,im Gegensa tze zu Danzig und Elbing, d ie den gammer rii.hrten. Die Stadt u.berl ieB vielmehr del 'Krone ihre damals in del' Fahrgasse belegene JYItinzegegen eine jahrliche Entsehadigung von 500 Gulden.So treffen sic denn auch nicht die wiederhol ten Versnche, den preu.ffi isehen Stli.dteu das M iinzrecht zubeschranken oder, en tgegen dem b estehenden Privileg, zu untersagen,

    8 ) Ausfuhrliel. iibe.r ihn handelt Prof. Se mrau in Mitteil. de,s-Ooppernioue-V'ereius fUr Wissenschan. tQ1Il Kunst,1906, 14:. Heft No.3.4 ) Ztschr. f. Num. XXV, S.2,j,5.5 ) Emil B ahrfeldt, MI\l'ienburg Ed. I, S. 7L . .

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    Thorn. lVlt lnzgescl l ichte. Zeit Sigismu;lds 3. 9

    Abel' auch naoh Aufhoren der koniglichen Pragung 1535 nahm die Stadt den MUnzenseWagvorlaufig nieht wieder auf, sondern lio.B ibn bis zum Jahre 1630 ruben. Wie mit dieser Tatsache dieAktsnnaehrieht, daB 1590 der Thorner Mtmsmeistcr Sebastian Sch oras'') wegen eineiil Druckwerkesan den Konig gesehrieben hat, in Einklang zu bringen ist, bedarf noeh del' Aufklarung.

    Bei Wiederaufuahme del' Pragung batte sich die Stadt, wenn sic nicht AnstoB erregen wollte,nash del' neuesten VerfiIgung vorn 11. Januar 1628 Kon ig ' Sigismunds 3., 1587-1632, zu ri eb tell,laut del' nul' Taler auf Art del' Reiehstaler gepragt werden durften, die Herstellung yon kleinen Geld.sorten abel' unterbleiben sollte,

    Das erste neue Geldstuck ist ein Gedenktaler. Auf den 16. Februar 1629 r am die Befreiungdel' Stadt von schwcdrscher Belagerung un tel' Feldmarschall Wrangel. Del' tapfere Widcrstand derThorner Eiuwohner unter Ftthrung ihres Bttrgermeisters Johann Preuf verschaffts ihr den Sieg. Ein.Iahr spate!', H m o , wurde an diesem 'rage ein Ieierliches Dankfest veranstaltet und dabei die ZUlliGedachtnis del' Errettung aus Feindcsnot gepragten 'I'aler ausgegeben, Es sind dies die sogenanntenBrandtaler, von denen man sieben oder acht Versohiedenheiten kennt; auch gibt es hticbst seltene Ab-schlage in Gold.

    Der siadtische Mlinzmeister war Hans Lip p e ") (aueh Liebe geschrieben), del' H'L', vlelleiehtauch J'L' 8) zeichnete, aber schon in demselben Jahre, nachdem er Taler, halbe Taler und Dukatengellragt hatte, aulier Tatigkeit kam. Er war VOl' 1624 Prilfer an der Bromberger Munee gewesen,1628 stand er in Diensten des bekannten Verwalters del' satntllchen konig-lichen .Milnzen in Polen undLithauen, auch seit 1630 Pachters del' Stadtmttnzen von Thorn, Danzig und Elbing, Jako b Jako bsohn.9)Fur diesen war Lippe in Lublin tatig, von wo er 1629 nach Thorn gekommen zu sein scheint, 1682 wirdor uoch ala Thorner Einwohner erwahnt, dann verschwindet er aus den Akten.

    Nicht lange >'01' dem Ableben Konig Sigismunds 3. (30. April 1632) schwebte gegen die Stadteia Verfahrsn wegen angeblich widerrechtlichen Ausubena des Miinzenschlages, Noch bevor der neueKonig erwahlt war - so hrennend erschien die Regelnng del' Mtinzangelegenheiten - wurden auf demReichstage zu Warschau am 22. Juni 1632 libel' die Verbesserung des Mtinzwesens Verhandlungengepflogen und auch del' Thorner Streitfall erortert, Der Vertreter del' Stadt, aufgefcrdert den Nachweisdel' Mtmzgerechteame zu erbringen, IUhrte aua, daB bcreits die Ordensmeister das Mtinzrecht an dieStadt verliehen batten und daB es von Kasimir d. Gr. und den folgenden Konigen von Polen ihr be-st1itigt worden sei. DaB die Stadt sica dessen einige Zeit lang enthalten Mi.tte, koane gegen sie nichtgeltend gemacbt werden, Ubrigens babe sie Konig Sigismund kurz VOl' seinem Ableben von dem gegensie angestrengten Verfahren losgesproohen und damit gewtssermalien von neuem das bestrittene Rechtihr gesichert,

    6) Verg]. Staats-Archiv KIJl l igsberg., Ald. Etats-Mlnisteriuiu 99 R .7) Es ist das Verrlienst, des Harm Professors Arthur Semrau in 'I'horn, tibel' diesen bisher nur wenig bekannten

    ManD, sowie uber andere Thorner J'lIitnzper$onen nach Akten des Rataarchivs daselbst ausftthrlioh be.richtet und neue .Naeh-richten mitgeteilt zu haben. Auf seine Arbeit in (len Mitt. des Coppernicus-Vereins fur Wlssenscb. u. Kunst 1909, 17. HeftNo.3 stiitzt sich das meiste l ibel ' diesen und die nachsten Miinzbeamts l l .

    8) Prof. Semrau liest auf einem, Thorner Taler vorn .Jahre 1630 in der Thorner Sammlung J -L Allerdings sinddie Buchstaben nicht deutlich, wie mir eiu Ab!lruckgezeigt hat.B ) Vgl. l 1 .bBr ihn Ed. V, Danz ig , S. 20 [g .

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    10 Thorn. l\Hinzgeschichte. Zeit Wladislaus' 4.Ohschon nun dio Behauptung, daE die ursprtingliche Mlinzrechtsverleibung auf die Ordensmeister

    znrtlckzuftihren sei, unrichtig war - die Stadt pragte von 14,25 l)is 1435 nebst Danzig' lediglich imAuftrage des Hochmeisters Paul von Rulsdorf ") -, so begniigte sich die fUr die Beratung in Miinzsuch en eingesetzte Kommissinn doch mit diesen Ausftthrungen und lieLl die Saclie auf sich beruhen,Die Stadt hat seitdem in ihren Ausnragungen keinerlei Anfechtuugen mehr erfahren, Gleichsarn umnun auch ihr Recht naeh ausen bin in auffalliger Weise zu belegen, lieJ;\ sie sofort einen Taler pr agen,del' noch VOl' del' 'I'hronbestelgung Wladislaus' 4. (8. November 1(32) herauskam, Da ein Konig zurZeit del' Pragung nicht vorhanden war, konnte dessen Bildnis, Name und Titel auf dem Stucke nicht!3TS ehein en. Statt ihrer setzte man die koniglichen Insignien Schwert, Scepter, Krone und R.eicllsapfeldarauf lind fligte die Uberschrift Deus lJToviaebi t hinzu, ahnlich wie bei den Krontalern des Interregnums.Die Taler fiihren den Namen Interimstaler,

    Wil.hrend Wladislaus' 4. Reglerung, 1632-164.8, wurden in Thorn weiter nur TaJergepriigeganze, halbe und doppelte -und Gold genrunzt, Nach Jacob Jocobsahns Tode, del' 16,39 seine

    Pachtzeit endete, wurde die Mtinze Ilunachst durch Melchior Schirmer gefilbrt, derM'S' zeielrnete,yon 1640-1643. Er gehorte jedenfalls zu del' Wardeinfamilie dieses Namens, von del' wir die heidenChristian Schirmer, Vater und SOh]). , l1) und David Schirmer in Danzig 12 ) und Kdnigsberg 13) kennengelernt haben, Melchior Schirmer war 1621-1632 Wardein all del' konigi. ThlUllzein Glatz, von wo01' ein gutes Zeugnis mitbraohte.s') Das Feld seiner Tat.jgkeit von da bis zu seinem Antritt in Thornist nicht bekannt. 1640 heiratete er die Barbara verw. Busch (Pusch) und 1641 erwarb er als IIHinz-wardein das Btirgerl"echt.Er wird in den Akten aueh Munztneister genannt. Wahrscheinlich hatteer beide Amter inne, wie solches spateI' ftir seinen Nachfolger Lauer nachgewiesen ist. Tuchhandlerwar er librigens nebenher auch 11oc11.

    Die Besargung des Miinzrpei/3ter- und Wardsinpostens durch dieselbe Person war eigentliehunstatthaft, denn del' ",;rardein sollte den Mlmzmeister uberwachen, damit er den vorgeechriebcnenlVItinzfuBinnehielt, Es komrnt seiche Doppelstellung allerdings auch auBerhalb Prealscns bin undwlederYOI', beispielsweise auoh in Berlin 'lUI' Zeit des Grolren Kurfursten. rO )

    Naeh Scblrmers 'I'cde meldete sich Gerhard Rogge aus Danzig als lVHi.nzmeister, wurde an-genommen und versah daa Amt yon 1644- bis 1648. Da wir seine Tatigkeit als Miinzmeister in Danzignnunterbrochsn Vall Hl39 his 1656 kennen gelernt haben,Jp) so bat er gleichzeitig beide Amter wahrenddel' zuerst genannten Jabre versehen. Das Unterhleiben seiner weitereu Ttitigkeit in Thorn scheint mitDifferenzen zwischen dem Rat und ibm wegen seiner Geschafts.fHhrung zusammensuhangon. Das llil.ltsich aus einer Beschwerde an den Danziger Rat vom 16. August 1649 mutmafren.

    10) Vgl. S. 6.ll) Band V, Danzig, S, 21, 23, 2.5 u . R.; Bd. I, Prov, Preullen, S. 20 Note 14.12) lllbenda S. 25.13) Band I, Provo Preuben, S. 145.n} .Abge(1ruck~ von S emr au , Mitt. d. Ooppcrnicus-Ver. 1909, 17,.Heft Nt '. B .15 ) Em iIB ah r fe 1d t. DasMunzweseu der Mark Brandenburg unter Friedrich Wilhelm, item Gr0J5en Kurfursten,

    und Friedrioh S., 1640-1700, S.5, 20 u. a.1 ) Band V, Danzig, S. 21 fg.

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    Thorn. MUllzgeschichte. Zeit Johann Kasimirs. 11

    Unter Konig Johann Kaslmir, 1648-1668, kam nach Relchstagsbeschluf von 1648 die neueMttnzordnuug von). 16 . Mai 1650 zustande, die dem Bedtrrfnis Polens nach kl e iner Mtmze Rechnungtrug, waren doch fast ein Vierteljahrhundert hinduroh nul' 'I'aler und Dukaten gepr.agt worden. Es se ihier del' von mil' fruher sohon I? ) tabellenmafsig gegebene Inhalt del' Verordnung wiederholt,

    neuen Mark, IS )

    "

    8.0 SWck aus def feinen !lark41.143 " "123.43 " " " " "246.86 n II ,_ : "370.3 /J " " /I740.6 " " " "

    SechsgroscherDreigroscherZweigroscherGroschenKupferschi Ilinge

    36 "108 "216 "162 "32 4"4 "

    "

    "" 14 " "7 " "} ' 7 "

    ""auf 1Groschen.

    Durch diese Verordnung warden zuerst Kupferschillinge eingeftthrt, Fremde Munse, mit Aus-nahme vollwichtiger Taler und Dukaten, wurde verboten. Leider erfuhr dies gute MUllzgesetz sehrbald eine Abschwachung durch Wiederzulassung von fremden Sorten, und 1654 brach man mit demGesetze ganz durch die Verpachtung der konigI. Miinze an den Hocbstbietenden.

    Diese Verhaltnisse fanden natllrlicl; auch ihren Wiederhall in Thorn. Von 1650 bis 16-54 lebteman del' Munzordnung nach, dann kam der Krieg zwischen Palen und Schweden und die EinnahmeThorns dureh letzteres am o . Dezember 16ti5. Von cia ab bis zum 30. Dezember 1658, der Wieder-eroberung del' Stadt durch polnische und brandenburgische 'I'ruppen, ruhte der stadtische Miinzbetl'ieb.AJs er dann 1659 wieder aufgenommen wurde, pragte man zwar vollwertige Dukaten und Taler, goingdanach abel', dem Danziger Vorbilde folgend, zu einem geringerenFufse tiber, indem man Orter scblugzu 30 Stuck ans del' lllOtigen Mark anstatt 36 Stuck 14lGtiger, wie 1650 verordnet. Seit 1665 kamennoch Schillinge hinzu.

    Die Munzen aus del' Zeit Johann Kasimirs sind signiert 1649-1667 ID Loder ]ID L, 1663bis 1655 H JL, 1668 H S

    Die ersten diesel' Naniensbuchstaben hezeichuen den 1Y1unzmeist6r Bans David Lauer, (linMitglied del' bekannten Nttrnberger MUfizbeamten-Farnilie, deren Naehkommen noch heute in Ntlrnhsrgeine Prageanstalt (Firma L. Ohr. Lauer) betreiben, Hans (Johann) David Lauer, Solin des HansChristoph Lauer, wird zuerst 1636 im NUrnberger Mtlnsbetriebe erwahnt. Am 12. Dezember 1639wurde er zum Meister bestallt. Spiiterhin geriet er in Streitigkeiten mit dem NUrnberger Rat, infolgederen er 1M6 aus dem Amte scbied und sich im nachsten Jahre nach Polen begab.19) Riel' wurdeer 1649 Thorner Burger und Ieistete am 23 . .April den Eid zum Mtinzmeister- und Wardeinamte.

    Zur Beglaubigung daftir, daB es sich hier urn den Nurnberger Hans David Lauer handelt, dlirftedie Beobachtung dienen, da13 auf den D H L g'ezeichneLen Thorner Munzen ein Stern 'lor del' Umschrifferscheint. Eines Sternes bediente sich in Niirnberg abel' sehon del' Vater dieses Meisters und er aelbstauf seinen dortigen Geprli.gen. In der Zeit von 1653 bis ins .Iahr 1655 zelcbnet nun in Thorn del'

    17) l3aud. V, Danzig. S..22.IS) Di0 alte Krakauer Mark von 197.684 g wurde beseitigt, Die neue Miinzwark wiegt rund 201.8 g. Vgl. Kirmis S. 145.19) Ausffihrlicher dartiber bei C. F. G-ebart, Die Geschichte dar MtlIlzstatie der Relehsstadt Ntlrnherg,

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    1 2 Tho I'll. Miinzgeschichte. Z:eit Johann Kasimirs,Mtinzmeister H JL, del' statt des Starnes ein A VOl' die Umsehrift setzte und dessen Name noch niehtnaehgewiesen ist, Sollte das abel' nicht Hans Jacob Lauer sein, der Bruder des Vorgenannten?Beide Bruder arbeiteten sclron in Ntlrnberg gemeinsam,

    Hana David Lauer war wahrend Johann Kasimirs Zeit im Dienste von 1649-HI51, 1655 und1659-1868. Zum Wardein wurde am 21. November 16GOH",ns Herbig bestallt, von dem man aller-dings nichts Naheres weilS. Oberster Leiter del' l\1iinze war ein Miinzdirektor, wie ein solcber in del'Person des BUrgermeisters Jacob Aust am 2 . April, und nach dessen 'I'ode Burggraf Johann PreuBam 3. September 1659 angestellt wurde,

    Mit Nennung dieser Personen kommen wir auf eine auBerst wichtige Feststellung20) zu sprechen,namlieh den Nachweis, daB die Schweden wahrend der Okkupation del' Stadt daselbst gepragt hahen.Das ist bisher verneint worden. .AUf!, zwei Schrlftstttcken aber, Extl'akten aus den Beschlnssen desThorner Magistrats, ergibt sicf die GewiJ3beit hierfur. Sic mogeu im Wortlaut bier folgen:

    \) bcn 2~ . Janllati i Unno ~ 659 .4nt in J,? e b ee c bc te r o ie 5drmebiTd)e i)eit gefd) lag~11 11e! a. l1g~ 'l 1b .

    !)eml1ad) biejeni.ge

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    Thorn. M(iuzgeschichte. Zeit Miohael Kerybuts und Augusts 3 .. 13Dem nachsten polnischen Konige Mi.chael Korybut war nur die kurze Rsgiertmgszeit von 1669

    his 1673 beschieden : sine geplante Veranderung des IliUnzfu.l3es kam nicht zustande, Thorn pragtewahrend diesel' Zeit nur Doppeldukaten (als Donative) und Sehillings. Diellliinze erhielt einen neuenLeiter in del' Person des He inr ich Sievert, dol' aher rricht mehr stadtisoher Beamter, sondern Pachterdel' Mtinze war und bei Beendigung seines von 1668 bis 1672 laufenden Kontrakts mit del' Arrendnoch im Rtickstallde war. Er ging von 'I'horn als Pachter del' kurfttrstliehen MUnze nach Konigsberg,die er wahrend zwsier Perioden, 1674-1677 Hila 167H-1685, inne hutte.23)

    An Sieverts Stelle trat am 30. Mai 1672 del' alte Hans David Lauer, del' jahrlich 1000 GuldenPacht zahlte, Soweit die vorhandenen Munzen Auskunft geben, von den Akten gauz zu schweigen,hat Lauer nach 1672 oder 1673 nioht mehr gepragt. Bekannt sind mit seinen Buchstaben aus dieserPeriode tiberliaupt nur Sclrillinge von 1.671 und Doppeldukateu von 1671 sowie ohne Jahrzahl (1672/73)..Der Betrieh war also iiu/;\erst schwach und in del' Hauptsache auf Schillinge beschrankt. Dem gegenuberist es nioht erklarlieh, daB Lauer nach Ausweis des Rechnungsbucb.es des Magistrate noch bis ZUlli.1. Juni 1676 Pacht bezahlt hat und zwar vom 1. Juni 1672 bis dahin 1675 jahrlich die vertragliehen101)0 Gulden und von da his 1676 den Bet-rag von 400 Gulden. Es 1St. doeh nichtohne weiteres an-znnehmen, daB 4 bis 5 Jahre lang etwa mit den Stempeln won 1671 geprligt worden ist. AuBerclemist auffallig, wenn auch nicht oune Gegenstnck, daB die Pragung schon 1671 begaun, wahrend Vertmgund Pachtzahlung erst vom Mai 1672 ab rechnen,

    Die oben genannten Schillinge I ..auers mlissen diejenigen sein, von denen del' Danziger WardeinChristian Schirmer d. j. am 28. August 1673 sagt:24) " ..... "lie denn auch die Thornsche itzig newgemtintzte Schillinge auch 300 Stuck anf 1 Mark gehen, halten 1 Loth 41/2 Pfen. Die reine Mark aus-gebracht auf Fl. 41 H. 1.81/2 Grsch. Gegenst unserer pro Cent zu hoch Fl. 23 U. 51/2 Grsch."

    Nach Konig Michaels Zeit: lag die Thorner Milnze etwa 90 Jahre still. Die Absicht, sie schon1702 wieder zu eroffaeu, scheint vielleiclrt bestanden zu haben, denn es ist wenigstens del' Stempel zueinem Dukaten mit diesel' Jabrzahl vorhanden.") Zur wirkliehen Auspdl.gullg Ist es jedoch aus ua-bekannter Ursache nieht gekommen: Ich kenne k ein Original, und die vorhandenen Ab.schIage vonden Stempeln sind nicht 1702, sondern erst spater entstanden, wie die RostfleckstelJen ausweisen.

    In Betrieb, wenn auch nul' vortibergehend, kam die JI.'U.inzeerst wieder znr Zeit Konig Augusts 3.,1733-1763. Das .ging im siebenjahrigen Kriege unter erschwerenden U mstanden VOl' sich. Die Russenbatten die Stadt besetzt und drangsalierten sie auf den Verdacht hin, den Prenlsen freundlich gesinntzu sein, aufs auBerste.. Trotzdem lieB del' russische General Fermer die Stadt in Bezug auf ihre l'I1:iinzegewahrenvverbot aber alle fremden Mlinzen mit Ausnahme dol' seit 1754 gepragten polnischen mitKonigsbtldals uud del' Konigsberger Tympfe del' russischen Okkupatlon. So sind von 1760-1763Schilllnge, Drei- und Sechsgrnscber gepragt worden, die z. T. die Buchstaben D' B' des DanielBiHtcher 26) fiihren, del' bel Einrichtung del' Mtinze zum Munzmeister ernarmt worden war. l'.:Ilinz-

    23 ) Ausftfhrliehe3 Bel. I, P ro vo P r8 uC eD , s. 144.2') Naeh meinsr alten A.bschrift, wahrschcinlich uus dern Danziger Stadtarchiv.25) Uzapskis Angabe (BiL II, S. 9 No. 2(26), da.1Jdie Stempel jetzt vernichtet seien, triil't uicht ZI1: sie befinden sich

    noch im stlidtischen Museum zu Thorn.26 ) David Bottcher in Mitteil. des Coppern-Vcreins 11)09S . 41 1st nUT cin Druckfehler,

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    14 Th 0 I'll. J'lI tinzgeschichte. Zeit Stanislaus Augusts.wardein war seit 1762 Simon ]'riedrich Briickmann, der aus Kdnigsberg stammte, wo er zuletztwahrend der russischen Okkupation Wardeindienste getan hatte.21 ) Er zeiohnete zUerst 1763 mit S Beinen Dreigroscher.

    Die Ietzten Stadtmlinzen fallen in die Zeit Stanislaus .Augusts, 1764-1793. Es sind nurwenige Schilling-e, Dreigrdseher und Sechsgroscher aus den ,Jahren 1764 and 1765. Angeblieh sollenauch einige Zwsigroscher gepragt sein, doch sind keine Exemplare naehweiabar, Die Mtinzen liaben,ehschon del' Mtmsmeister Bottcher noch im Amte war, die Buchstaben des Warderns Bruckmann , dessenDienst erst 1768 zu Ende ging.

    Die Thorner Mi1nze wurde 1766 geschlossen. Ein Wiederaufleben war ihr nicht beschieden:in der zweiten Teilung Polens 1793 wurde die Stadt dem K1.inigreich Preulsen einverleibt.

    2 7 ) Band 11, Ktlnige von Preullen, S. 75.

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    Verzeichnisder

    Thorner Munaen,

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    Thorn. Schillinge. Zeit Kasimirs. 17

    Zeit K&nig Kasimjrs von Polen,1445-14-92.Sehlllinge,

    Des leichteren Allffinclens und Vergleiehens halber ist hier die Ordnung der vielen Schillings-varianten nach der Volsbergschen Aholge gegeben. AuBel' dem altesten mit 'I'orgebaude bleibt del'Typus ein und derselbe: jagellonisches Doppelkreuz nnd westpreuffischer Adler. Die Abwei.chungenbestehen hauptsachlich in den mehr oder weniger geknrsten Umschriften, den weehselnden Beiseichenund del' Interpunktion.

    8879 .u r . Der preufsrsche Adler.

    8819. 8KlI.SlffiIR VS 8b g G 8RHX 8 POLOErH J . Del' preuisisohe Adler im Schilde,

    8880. gHlI.SlffiIRVS 8 b s G 8 R6X(3)POllOa

    8880.R(. Schild mit dern Thorner Stadtwappen,gmOnarn: gevorrrvss rnvora (Vol3bg.8.) 1"R(. Schild mit dem Thorner Stadtwappen,ill.OnaTlI.8bVa:ilTVS8PRVar6 zu Vol3bg.7. 1"

    VoBberg verzeichnet unter No.7 noch einen andern Stempel dieser seltenen, zwischen 1454 und1457 gesohlagenea Sehillinge mit einem Ringel tiber dem RUckseitenscbilde. No. 8879 mit dern freisGbwebenden Adler dUrItB zuerst gepragt, sein, danach erst No. 8880 mit Schild auf beiden Seiten,eine Form, die flir die folgenden Schillinge beibehalten ist,

    Die obigerr sind noeh nicht Stadtgeld - vgl. S. 6 u. 10 -, tragen auch nicht den Stadtnamen,erst mit den nachstehenden Scbillingen seit 1457 setzt die stadtische Pragung ein.

    H]: Schild mit dem jagelloniseben Doppel-krsnze. Belzeichen J I f VOl' del' Urn-schrift.

    8881. II l{J\ . .mlR b G R POLOm8882. --81------8883. ----------8884. - RoboGoRoP--

    8886.B(. Schild mit dem westpreuflischen .Adler.

    Uber dem Schilde 0 Beizeiehen lit vorder Umschrift.

    jJ 8 m012 EIT n: s TOR VREIll 8~ m- -- . ----US 'V o J :l b g. 14 . 1'Vol :l J ig . 15 . 1~

    1"---8---------agorhORVnanS 'VuJ1 .bg . 17 . l'

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    \' o6 bg . 2 4. 1"2"-----8- Vol.lbg-.25.2'Var.

    ---8 TORUSnSIS Vo6bg.28. 10l\ TORVnSnSIS8 V oJ .lb g.3 0 .. 2' Val'.lI.8T l'

    S 1'1J18ffi 8---- US (Vol3lJg.34.) l'~ ffi 8---U.8 lVo()bg.36.) .1 ". . .. .1.8 (VoL\bg .37. ) l'

    1S 'J'horn. Schillinge, Zeit Kasimirs.

    8885. Jfc0J{l\..81ffimG R POLOInH8886. III R iii mOU8Tl1s TORVUSnSI-----o-----lS8887. ------- POLma8888. POLOma8889. ----------8890. ----------8891. ---------------8892.------ R"'P---8893. RP---8894:. --------.-808895. Rob GoR .. --a8

    tiber dem Schilde ein 08896. ImSKl1SIillIRbGR POLO II ffiOn.ST1r TORV:U8T1US verpragt, 1 "R(. Schild mit dem westpreufsischen Adler.

    Ringel tiber dem Schilde, Ohne Stadt-namen, Beizeichen ill und *IilUl:SlillIRb GR8 POLOma

    H( und R(. wie vorher, jedoeli 0 bile Ringel uber dem Schilde del' R(. M:it Stadtnamen.8900. IJIJ{l\SIillIRobo(9oRopOlJOll . z ; . ffiORaTTi.o~oThORVnal.l Vo~bg. 46. 2"8901. nSI 1"

    Vol3bg.68. 3' Var.----------I.8 VoJ . lbg .72. 1"

    H( Schild mit dem jagellonisohen Doppel-kreuz. Beizeichen IIoder *

    8897. + : Kl1.8IffiIRoboGoRopOLOm8898. e GRP--Iff8899. *-------- * R---

    8902. + rctsrozm b G R POlJOm8903. R'b'G'R'---8904:. - -- -- - -- -- --8905. ----RoboGoRo---8906. R'b:G:R:---

    verwischt.IiillOUaTTi.8ThORVU8USI8TO IS

    ----8ThO I----------U8S1+ illOnSTl1o~oThORVUSU------ 8---aSl

    8907. I f 4 KJ1SlffiIRobo(9oRopOlJOxn:8908. ----------8909. -----------8910. ----------8911. ---------8 f .1 1 2 . - -- -- -- --8913.~ ImSlffim b G R POLOma8914. RoboGoRo' 1

    ---- 09:,-----g---snSI----10 - __

    ~ illOrraTTI.8TORVn(arrSIS)g o ThORVnSSI

    8915. -----------Ia8n6. R'o'G'R' ----8917. - R:b:G:R:----

    ----8------------uauSIS

    VoL \bg.39 . 1 xVoJ3bg. 41. l'

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    1 xYolJbg. e a . 1"

    1"1"1x

    Vp~bg. 64. i'VoJ3bg. 65. l'(Vo~bg. 67.) 1

    1VoJ.\bg.73. 1(Vol3l>g. 77.) 1xVoJ.\bg.77. 1"V o .J .Ib g . 8 2 . 1

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    8918. IIIRnSIHIR 0 G 0R a PODOma8919. RQboGoRo---8920. ill---,-----~

    If! mOnaTn o~Thl:mvnasr----------SUS

    19VoJ3bg.83. I"VoJ.lbg.84. 1"Vol3bg.88. 1

    Thorn. Schillinge. Zeit Kasimirs.

    ---- 8 ----S1H( und R/: wie bisher, tiber dem Schilde der letzteren aber

    8921. If! ImSlffiIR b G R POLO.. a + mOnaT ... ORVn8nS1S8922. ,---------1I- ---1'1\ s TO---- (Vo13bg.97.) l'Vo,l.)bg.97. 1"

    Mit dem Beizeichen (. vor den Umschriften, meist auf der H( u nd Rf. A.uf Ietzterer geht dasSchwert des Adlers durch den oberen Schildrand.

    8923. (- iliO __.n:TORVUanS . . . aTTI TORVUanSIS VoJJbg.99 . l'8924. (. rmSlm .. . POLOn . ).ffiOR-: VoLlbg.10t. 1 "8925. (. IRbGRP ..... (- _.arK .. 0 I (Vol.)ug. 104.) 1"8926. . _.OIU (. ill. . .T11::T VoLlbg.l07. 1 "8927. POD- --ona- 8 ... V-- Vo.L)bg.l08. l'8928. OlII :rORV--IS 1 "8929. m (Vol.)bg. 111.) 1"8930. (. b G POLOUlEI 7\T VoJJbg.114. < "1.8931. (. K1\SIillIR e GR P... ma R---- VoJJbg. 116. 1"8932. RoDo . .OLO- . . -TO- -~ Vo~bg. I t7. l'8933. b GR POLOm (- RnSUUlR b G R POLom VOL1bg.113. 1 "8934:. II * moua .. TORvnaUSI 1 "8935. n TI1 g 1"8936. * la (- (:) IS 1 RV8 & PRVS!I I9046. ~~-

    R(. ... M ONETA. NOV A. ARG ENT CIVIT THORVNE lNS IS :+. M ONE 'rA NOVA' A.I- tGENT O1Y1'1" THORVNENSIS'VoL lb 3:;'.1 0. O z. 1 798. 1 Q

    zu \oZb. 331. Oz. 171-)7. 10

    Hf. W ie N o. 9 045 und 904.6 .9048.

    R(. Wie verher, abel' mit kleinern Engel, del'ganz innerhalb del' Kreislinie bleibt, mitkl e tn e r Jahrzahl is v ss I r,I und ARGENTE lA

    1638.90'1:7 . VLA.DIS., fi I > D ~ G e- REX ','POL es ET ffi S\'EC. M D!> L lJ) RVS ..PRS w90'1:8 . PRVSf ! !

    Rf, + : ; t ' l l i MONETA" NOV A. ~ ARGENTEA f,). OIVIT " THOIWNENBIS !J JWie vorher, aber mit Stempelfehler MONEllA.

    9049. W ie vorher, aber R s. m it +!h' MONrDr rA , tNOVA. -&A.~RGENTEA.(VoJ3bel ' g 335.) 10(VoL\berg 333.) 10( V oJ .i be rg 8 32 ) 10

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    Thorn. Tuler. Ze.it \VlarlisJaus' 4.

    H]. Gek ront es , g eb ar ni seh te s Brustbild n . r .,mit. dey Reohten das Sehwert schul-ternd, mit der Link-em den Reichsapfelhaltend. Wesentliehvon del' bisherigenZeichnung ahweichend.

    35

    9050.I i / . " Engel mit Stadtschild, gans innerhalb

    del' Kreislinie bleibcnd, dancbeu 16, 5'} II I Rlngel und Schild reicher ans-gestattet als bisher,

    163ft'0050. VLADlS+ IIII+D; G + REX + POL + ET + \lI>]:[QNErrA.'NOVAARQR.NTEACIVITA'

    SVEf' '"M + D L+ RVS + PHVS + TBORVNl~l'\SIS l'Czapski 1808, Ch e lmin ski 738.

    Hf. Vorn seitherigen TYP l IS , abel' vdlliganderer Zeichnung: das Baal' kraus,der Killllbart kurz, die Krone vonanderer Form, auf der Achsel einegrolse Doppelschleife del' Feldbinde.

    ! l05.1.R(. E ngel m it S t.ad tselrild , dan eb en JG, '*0 I

    M.S

    1640,0051. VLADIS: IIII D : G: REX POL: TIlTSVEC! J\I: D: LIT: RVS: PRV:9052. VLAD : rID D RV88: PRVS:

    Rf, \ ' i ! MON E TA NOVA ARGENTEA CIVITA'l'IS THORVNENSJS' 1Ii('iT!J~berg 3d2. Czapski 1818, Ohelnrinski 739.)

    MONED"rA sonst wie vorher. (VoJ3berg 343.) Czapski 5842. 1(I5'

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    36 Tho t-n, Talor. Zeit Wladislaus' 4 - .H( Wie No. 9051, abel' oboe die Schleife

    auf del' Aehsel.R(. Engel mit Stadtsclrild, daneben die ge-

    teilte Jahrzahl nnd M, S1640.

    9053. VLA.DIS . IIlI . D : G . REX' POL' ET'SVEO . J III D : LIT' RVS . P .4 1 MONETA. NOVA' ARG EN'EA. . CIVITATIS' 'l'HORVNgNSls I 16 < 40 I x- S 1 ()(Vo!. lbe.rg 3 0 ; 1 ; 4 . )

    1641.

    9054.'9054 .. VLADIS' IIII' D : G' REX 'POL' ET' iii MONETA'NOVAARGENTorVITATISSVEO . M . D : LIT . RVS ..P THORVNENSIS I 1G.41 1M. 8 10

    (VoJ1Jberg 345. Czapaki 1829.) .Expl. Cheltninski 741.1642.

    9055... VLADIS" IIII' D : G' REX' POL' ET' 4 i> Jl.10NE'rA . NOVA' ARGENTEA' orviSV]]C . M' D ; LFr RVS ..P . . TA.IS 'THORVNENSIS I 16 < 42 1M . S 1"(VoJ1Jberg 346. Osapski 1838.)

    9056.H( Gekrdntes, geharnlschtes Brustbild n. r. R(. Engel mit dem Stadtschilde, daneben

    16 ~43 I '" I G , R164:3.

    9006. VLAD:mr:G 'REX' POL' ET' BVE'M . D : LIT' EVS . PRVS t! + MONETA' NOVA. ARGENTEA . CIVITATIS'THORVNENSIS 10Czapski 1844. Expl, Chelminski 744-.

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    Thorn. Halbe Taler. Zolt Wladislaus' 4. - Dukaten %el t -Johann Kasimirs. 37Halbe 'l'aler.

    H (: Gekrbntes, gsharnischtes Huftbild n. 1'.,mit del' Reehten das Schwed schul-ternd, mit der Linken den Reichsapfelhaltend; auf del' AehselDoppelsehleifedel' Feldbincle. Wie del' Taler No. 9051.

    9057.R( Engel mit Stadtschild, rlanebcn 16, 40 I

    .M = S

    16iO.9057. VLAD ~nn D: G: REX POL: & SVEJO: M: D: LIT: RUS: PIt ~9058. -------------------------------------

    Rf, ~ MONETA NOVA ARGENTEA. CIVITATIS THORVNEN8IS-----~~------------------S:Ozapsai 1S1fl. Kubicki 1210. Ungenau VOLlborg 348.

    11 0

    Aus del' Zeit Wladislaus' zahlen die halben Taler von Thorn - es gibt deren nooh von 1642und vielleieht yon 1644 - und der rl'aler No.905G zu den bervorragenden Sclteubeiten.

    Zeit Johann Kasimirs.1648-1668.

    H(. Gekrontes, geharnisehtes Brustbild n.r.,mit Halskragen, umgeschlagenem Ge-wand und goldenem V lieB an del" Kette,

    Dnkaten,

    9059.R / Engel, ein Schild mit dem Stadtwappen

    vor ~ dch b altend , daneben 16' 49 I E D~ L(Hans David Lauer).

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    38 '1 ' h0 l'1]. Dukaten. Zeit Johann Kasimirs.

    90i)!J. IOAN' CaS' D : O R' POL' ET' SVEC'M 0 L R ' pva .

    9060, IOAN 0 CAS' D : G . R' POL' ET . SV EC MoD-LoR'PRV

    (J061.

    90(il. 1011..1, O~\_S. D: G' R . POL' E'r . SVEC 1 '1 D 'L 0 R .PR.

    . 9OH2. Von demselben Stempel wie No. 9061.

    * 0 !WNE'l'A . AVREA . CIVIT . 'l'RORVNENSIS' t ()zn Oy,apski 1923. Bxpl. Clielminski 905.

    1651.* . M O N E T il. . AV H E A . OIVr'r . 'rHORV

    N IDNS IS ' I 16 < 51 I 1:0 ~L (Vo~herg 368.) 1 o

    9062.1655.

    W' MONETA.' A.VREA . OIVIT 'rEORVNENS IS ' I 16, 55 I HI, L (H ans JaJm lJLauer 10

    Zu Czapski 2064, V o15bg. 370. Expl. Chelminski 906.

    *. MONETA. usw. wie YOI.. 16 < 59 I H D, L 1))(Vo~bg. 871. Czapski 214.0.)

    9063. lOAN 0 GAS' D' G' R' POL' ET' BVE M'D'L'R'P'

    9964:.. lOAN 'CAS 0 D' G'REX' POL' ET'SVE']H'U'L'R'P

    9065. Wie No. .90G4-, nul' .M D L R P

    n o r m .1661. * MONETA' A .VREA 0 OIVIT T H O R V

    ~ENSJS I (6 < 61 IH D < L 1 o(Vo13berg 373, Czapski 5255.)

    1666. * ..MONE'l'A. AVREA. crVITA : T H O R VNENS IS " !G~G6 IHD

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    Thorn. Doppeldukaten, Zeit .Iohann Kasimirs.Doppeldukaten.

    H]; Brcitos, gekronte.s und geharnisehtesBrustbiJd n. 1 ' . , mit Sllitzenkragen,u mg eschlagen sm G ew and nnd goldenemVH eB an der Kette.

    9066. IOA_1\' OAS' D' G' H' POL' E'l" SVE'

    906{ i .Rf. E ngel, ein Schild m it dem Stadtwappen

    YOI' sich haltend, dane ben !~60 IH D ,L

    1660 . * M ON E T A AVREA. orvrr THOHVNE INSIS 1 II(VoJ;iberg 35!), 11'0 abcr m,L; Czupski 2175.) Chelminski SD7.

    Hf. Sohmalercs Brustbild.~)067. IOAN . GAS' D . G . R' POL' l \ : . SVE

    M'D'L'R'P'

    R{ Enge l wit. S ch ild , d an eb en 115'62 IHD',L1662.* MONETA . A.VUEA mvr!' . 'raORV

    NENSrS (Vof,\berg ! lGo.) C zap sk i 2 2B O 1 q

    90G8,1663.

    9068. Vom Stempel No. 9067, nul' mit del' aus 1662 im Stempel veranderten .Iahrzahl 16G3. 1 q9069. IOAN . CAS' D . G R POL' J k SYE * M ON E TA AVREA : elVI : THORV

    M'D'L'R'P' NENSIS I !6'6Slr-o.L 10(V()~bCl'g 36 L Chelmiuski 8D8. )

    H ]: Mit nra.ndertem Brustbilde, bis aufdie Schulter hoch gezcgenem Gewandund Halskragen ohne Spitzen,

    9070. IO AN O AS : D : G R . POL & SVEM'D'L'R'P'

    R(. Engel mit flellild, daneben IW ' 6 ~ I HD.LDie 4 im Stempel geandert.

    1664,. * MONEYFA . N OVA: A VR EA: 01 T I IORVNEN: 1o(Vo6herg 362. Czapski 2270.) Cholminski 1101.

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    40Hf Vom Stempel No. 9070.

    '1 ' h 0 1'11. Doppeldukaten, Donative. Zeit Johann Kasimirs.

    Donative,Wie in Danzig *) , so waren auch in Thorn die Donative beliebt. FJs gibt aber hier nur die

    cine Sorte mit der Stadtansicht, wahrend sie in Danzig auch mit dem Wappenschilde vorkommen.Die Thorner sind ill Schwore von etwa 2, 3, 4 und 5 Dukat vorhanden, die alteetcn, yon 1649, ruhrenwie die Danziger von Gerhard Rogge bel', dessen Initialen G R sie tragen.

    9071. lOAN' CAS: D : G . R . POL &; SVJiJM ' D ' L - R - P '

    H]. Mit abermals verandcrtem Brustbildund breiter Kette des goldenen '7lielles.

    1667.9072 . IOAN : OAS -D:G REX' POL' &': SUFJ'

    M'O-L'n,'p

    H]. Gekrontes, geharnisehtes Brustbild n. r.,mit Spitzenkragen, umgeschlagenemG ew and uncl go ldenem V 1ieB an del'Kette.

    R( Vom bisherigen 'I'ypus mit [6

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    Thorn. Donative. Taler. Zeit .Johann Kasimirs,H]. Das gekronte, geharniscute Brustbild

    n, r., von wesentlich anderer Zeichnungwie vorher.

    41

    161)5.

    R(. Stadtansicht abnlieh wie verher, darilberin Wolken zwei Engel, die das Stadt-schildchen halten, Unten links 16 FL55(Hans Lippe).

    907:1. IOAN: GA.S : D : G : REX POL: ET SVE: M : D : L : R: P :R(. '0/ EX' A.VRO' SOLIDO' OlVI'l': THORVNENS: BIEH.I :E ' : l'

    13Jl;lj g (4 Dukat), Vo13berg R o e . Czapski 2050. Ohelminski 893 . .1659.

    9075. Abschlag von den Stempeln zu No. 9074, nur mit Stempelanderung der Jahrzahl 1655 in1659 und von hohersm Gswicht, 1

    17,55 g (5 Dukat).9076. lOAN: CA.S:D: G:REX 'POL' ET' SVE 'M' D 'L R' p.R(. W EX AVHO' SOLIDO' OlVIT: THORVNENS: FIEIU F: 11GIL59 I.'

    13.S0 g (4 Dukat). Czapski 2133. Cbelminski 890.

    9077.Hf. Das Bruatbild abermals von wesentlich R(. wie vorher.anderer Zeichnung.

    9077. lOAN' CAS' D G REX' POLON' & . BVE' M D L . R . P'R(. W EX AVRO . SOLIDO' OIVIT: THORVNENS : FIEJRI :B': I 16 JL 59

    10.38 g (3 Dukat),9078. Absehlag von den Stempeln zu No. 9077, nur in leichterem Gewicbt.

    6.1)0 g (2 Dukat).

    1"

    Taler.

    9079.6

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    42H f Engel mit dem Stadtschilde, daneben

    16,49 I G.R (Gerhard Rogge)

    T11o rn, Taler. Zeit Johallu Kasimirs.H(. Gekrontes, geharnischtes Brustbild n.r .,

    mit Spitzenkragen, umgelegtem Gewandund goldenem VIieB an der Kette.

    1649.9079. lOAN CASIM: D: G: REX POL' ET SUEC: M: D: L: RUS: PRs: MONETA NOVA ARGENTEA CIVITATIS THORUNENS: 10

    Czapski 7GOO. Expl. Chelminski 911.Del' Taler tdigt die Initialen G R des Gerbard Rogge, del' 1649 nicht mehr im Amte war.

    Sein Nachfolger Hans David Lauer bat as sich, bevor er sich neuer Rf,'-Stempel yon 1649 bediente,leicht gemacht, indem er einen Stempel von 1648 zu einem r_r:alerWladislaus' 4. (Vobberg 355) nahmund die 8 am Schlusse del' Jahrzahl in 9 anderte, dadurch dlesen Stempel von 1649 sehaffend.

    9080.Von gleichem Typus wie del' vorige Taler, abel' von anderer Zeichnung und ohne Mi.inzmeister-

    buchstaben sowie korrekter Jabrzahl auf del' Rf9080. IOAN' CASIM D . G' REX POL' ET SUEC]!I D L RUS- PR'

    Rf. * MONETA NOVA ARGENTEA CIVrfATIS THORUNENSIS-(Vo~berg 377. Osapski 192,1,. Chelminski 912.

    H(. Typus wie bisher, jedoch del' Harnischgebltimt unci del' r. Oberarm sichtbar,

    Rf. Engel mit dem Stadtschilde, danebenJG,4~ I E D . L

    9081. '.' lOAN' CASUl- D : G . REX' POL' ET - SUEC - M . D - L' RUS ' PRUS Rf. *:MONETA' NOVA' ARGENTEA - CIVITATIS' THORUNENSIS:

    (VoLlbexg 378. Ozapski 5863. Chelruinski 913).

    9082. Abschlag von den Stempeln des vorigen Talers, nur mit del' Stempelveranderung 1649 in 1650. 10(Voaberg 379. Czapski 1066. Ohelminski 914.)

    1"

    1650.

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    Thorn. Taler. Orter. Zeit Jobann Kasimirs, 43

    908,1.

    1659,9083. Abermalige Benutzung der Stempel von 1649 (No. 9081) mit Abanderung in 1659. I"(Vollberg 380. Csapski 2147. Chelminski OJ5).

    Es hat also erne zweimalige Anderung der 'Jabrzahl stattgefundcn: erst von 1649 in 1650und danach von 1650 in 1659.

    1651.9085 IOAN: CASIM' D: G' I~EX' POL' Err' > I< MONETA' NOVA' ARGENT 0 OIVIT'

    *) Sic tragen samtl ich den obcn angegebenen Typus, weichen aber oft in den Zeichnuugen von einander ab, wassieh durch Beschreibung nicht ansreiohendwiedergeben lii!lt; es sei deshalb besonders auf die abbilduagen verwiesen.

    6*

    H(. Gekrdntes Brustbild n. r., im Harnischund Gewand, mit goldenem VlieB andel' umgehangten Kette,

    1650.9084. 'lOAN: CASIM ' D : G REX' POL' ET '

    SVEC'l\1' D' L' R ' P'

    SVEO'M'D'L'R'P'Mit Lowenkopf auf der rechten Achsel.

    Oder, ..)

    9084.H( Engel ein Schild mit dem Stadtwappen

    vor sich haltend, daneben geteilt dieJahrzahl und ebenso die lIIUnzmejster-B uchsta be n, u nte n die Wertzahl (i8).

    >I < .MONE'fA . NOVA. . ARGENT < OIVIT'THORVNENSIS 11,6, ~O lID

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    1653.'I'ho r n. Orter. Zeit Johann Kasimirs.

    9086. lOAN' OASIM . D : G' REX' POL' ET .SVEO .1t:1' D' L' R' PRVS,

    1)088.

    W MONETA' NOVA' ARGENT OIVlT .THORVNENSlS 1 1.6;~5 I HI < L l' 1 (1Zu Voflbarg 383. Cznpski 2042,

    9 0 8 ' ( 1 .1654:.

    9087. Zeichnung uud Umschriften wie bei No. 9086, nur mit 16.541 RI

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    Tho_rn. Orter, Zeit Johann Kasimirs, 451661.

    9095. Wie N o. 9094, aber POL' &SVE. * MONETA...NOV - C1 - THORVNENS1S IJ6d;J\HD2'

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    40 T h 01'11. O rter, Z eit Jo ha nn K asim irs,

    ~H08.

    9 1 0 8 . IOAN . OAS . D : G R . POL' & . s v m .M'DLR'P

    9 1 0 9 . Wie vorher, jedoch & SVE .9 1 1 0 . Wie -No. 9109.9 1 1 1 . lOAN: OAS . D : G R . POL' & SVE .

    MoD'L'R'P'

    0112.

    91 12 . lOR; CAS'D: G 'REX'POL' & S.DE: O_M'D'I.'R'P

    9113. Umschrift SJlE' 1\1'D' L R .p. Brust-bild e twa'S verl i. nder t.

    91H. lOR: CAS' D: G-REX .POI..'&SJJE' Q'!VI'D'L'R'P'

    OWl.

    *- MONWrA . NOVA' or " '.rHORVNENSIS I.I6, 63 I ED, L Vo~berg 895. 1'"

    Mit THO.RVNENSIS und H D , L' 1...Mit CI: und TH0.RVNENSIS I RD], 1"M it or u nd THORVNENSIS * I

    sonst wio vorher.

    16M,

    1 > MON'ARGENT.OIVIT'THORUN 117,6; l'R .P D'S' &' EI VoJ.lberg 431.9138. Mit EL scbliehend, sonst wie vorher, Wie vorher und neben dem Schild unten

    noch D" B (Daniel Bottcher). VoJ.lbg.4.32. l'9139. Desgleichen. *MONETA' ARGENT, OIVITA' 'l'HORU

    NENS i J763 I D,B l'

    Dreigroscher,

    H]: Gekrontes Brustbild n. r., im Harnischund mit Uberwurf.

    1762.9135. D' G' AVGVST' III' R' POL' M' D . L'R'PD'S&EL9136. Abschlagin Feinsilber,

    H]. Gekronter Namenszug dt"~, daneben17d;j;

    9136 .R(. Engel mit Stadtscbild, daneben 17 ~62 ,

    unton (VI)@MONETA' A.RGENT, OIVITAT' THORU

    NENS V o J.l be rg 4 30 .I~xpl. Kubioki 1620 (wo irrtumlich & EL steht).

    9140.R( Engel mit Stadtschi1d zwicben Verzie-

    rungen, daneben D < H9140.914:1.9142.914-3.9144: .

    17 '63 .R / * GROSSUS' TRIPLEX' THORUNENSIS VoJ .l bel g 434. 3' 2U

    D 1'" < 8 J 0 1 " 1" * 0 UN~--~- 1x J 07

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    52 'I'Ji or-n. Dreigroscher. Schillinge. Zeit Augusts 3.H ]; Gekrdnter Namenseug, daneben 17,6, Rf, Engel mit Stadtscbild wie vorher, ohne

    M Ilnsmeis te r - Buchs taben .9145.914.6.

    R(. * GROSSVS . TRIPLEX:' THORUNEN8ISII ---U----------- 1 . K 103x VaL

    9147.Wie die bisherigen, Die R r : tragt abel' die Initialen S, B (Simon Brttckmann).

    R{. IS G.ROSSUS TRIPLEX TBORUN~NSISVoZberg zweifelt Zag6rskis Exemplar No. 679 mit S, B an. Mit Unrecht, denn Ozapski ver-

    zeichnet unter No. 2988 ein solches, und hier liegt ein zweifelfreiesdieses sehr seltenen Stempels vor.Vgl. S. 14.

    Schillinge.

    9148. (l150.H(. G e krn nte r N a me nsz ug J t; ; ~1, daneben R f. Drei Zeilen Schrift und Stadtzeiehen.

    die geteilte Jahrzahl.9148. 17 ~60 neben del' Krone.9149. -- etwas tiefer.9l50. -- desgL

    1760.*1OLID1lVITATITHORUNI *;'1~~~~*(VA38) 2'*1 1*--* l'* 1 1 D--B V.440 2'

    9152. 9157.

    9151. 17 < 61 desgl,9 152 . -- D ie ; im Namensznge

    grtiBer und verschlungen.9 1 53 .. -- desgl.9 154:. ~ -~ - - desgl,

    1761. I SOLID 1 orvrr A ! r ' 1 THORUN I @ ~~\~~; @!(V.442) 1"** I 1* --~'rv, 443)2 'Var.

    * t" B *1-----------1---- l'~-----------I D~~B(v.44t) 1"9155.. 1762 neben der Krone.

    1762. 1 SOLID 1 OIVITAT I THORUN 1 D!I~:!;lV . 445) 2'1763.* 1 SOLID I OIVITA' l ' 1 THORUN I ' 11 : . ~~ ~ ~ ~~ * (V. 44.7) 1"-----------1 D--B(v.446) 1

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    Thorn. Sechsgl'i)scher, Dreigroseher. Zeit. Stanislaus Augusts. 53

    Zeit Stanislaus Augusts.1764-171)5.Seohsgroseher,

    H]. Gekronte Buste nach reehts.

    9158. D . G . $'f ANISL -.AVG . R POL' M D L'H,'P

    9159. D'(l-'STANISL'AVGV'R'POL'M' D.L'R'P

    9 15B .

    1765,

    Rf, Engel mit verziertem Stadtschilde, da-neben 1765 I 8. B Un ten die Urn-schrift teilend V I~

    *MONETA' ARGENT, CIVI'l'A 'THORUNENS Vo~berg 449. I"

    *~mNE'l'A 'ARGENT < CIVITA THORUNEl\'S VoBberg 450, 1

    Dreigroscher.

    Hf. Del' gekr1:inte versehlungene Namens-zug BAR, daneben die geteilteJahrzahl.

    9160. 17,64

    9161.9162.

    . .9162.

    R(: Engel mit verziertem Stadtschilde, danebenunten S. B

    1764.*GRQSSUS'TRrPLEX'THORUNIDNSIS" V.451. 1"1765,*GROSSUS'TRlPLIlJX'THORONEl\'SIS V.453. to

    V.452. 4"

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    T h0I'Jl. Schilling. Zeit Stanislaus Augusts.

    Sch i 1 1 i n g .

    !l1BS.H]. Der gekronte versehlungene NameJ 1S~

    zug, daneben die geteilte Jahrzabl.R ; : Drei Zeilen Schrift und Stadtseichen,

    9163. 17 s 651765 ... & 1 SOLID 1 CIVITAT 1 TJ3.0RUN I . . . . . z~\~~~;"". 2' Yar.

    - - - - - - - - - . - . - - - - - -

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    ' 1 . ' h or Il. G e sch ichtsm ed aille n, Z eiche n, M a rk en u, dergl, 55

    Gescbichtsmedaillen, Zeiohen, Marken u, dergl.

    1658.9164:. Medaille auf die Wiedereinnahme der Stadt dnrch Konig Johann Kasimir.

    JiI(. IOANNES CASIMIRUS D G . POLONI1E & SUEOIJ.E REX &0 Belorbeertes Brustbilddes Konigs n. r., geharnischt, mit Uberwurf, auf der rechten Achsel eiu Lcwenkopt, mitumgehangtem Orden vom goldenen VlieB. Unten I H (Johann Hohn) .

    R(. ~~'"' NUMINIS A.USPIOYS NT REGIS FOHTIBUS ARMIS 'fnORUNIUM PRISOO REDDITUR OBSEQUlO' Oben dcr strahlende Name Jebovah ilber Wolken, darunter im Hinter-grunde die beschossene Stadt, claval' ein Lager und Truppen, ganz vorn del' Konig zu Pferde.Unten in einer Kartusche M' D C LVIII I XXX DECEMBER + , daneben aulsen I H 10

    Silber 102.80 g. 70 mm. Tafel LXX, 9164.Raczynski. 142. V.oLll)erg358. Czupski 2109.

    Thorn war 1655 von don Schweden eingenommen worden; nach anflinglieh erfolgloser Belage-rung wurde die Stadt am 30. December 1658 von den Polen zurtlckerobert, Man ist nicht einig inder Beurteilung, ob die HersteHung der Medaille auf Veranlassung der Stadt oder Johann Kasinrirserfolgt Ist, der sie zu Ehrengeseheuken verwendet haben soIl . Sio existiert auch in Gold .

    9160. Desgleichen,AbguB del' vorigen M edaille in Bronze.

    68 mm.1703.

    9166. Eroberung del' Stadt durch Karl 12, VOI l Schweden.FI f . CAROLVS' XII', D . G' REX' SVECIAE' Brustbild des Konigs n. r., im Harnisch und

    mit Uberwurf, Darunter A( (Arved Karlsten) *)R(. OB' PERDOMITVM' CONTV MAX' THORVNIVM' Der Konig im Gewand cines romischenKriegel'S, Blitze in der Rechten haltend, wird von del' Viktoria mit dem I...orbeerkranze

    gesehmtickt. Im Abschnitt A 'MDOOIII . 1 Silber. 58.95 g. 52 moo. Tafel LXX, 9166.VoBber;; 121 (ungeuau).

    *) Arved Karlsten, geboren 1647, gestorben 1718. Stempelschneider in Stockholm, arbeitete abe! such vialfaohn a ch a u sw I L rt s.

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    56 Tho rn. Gesohichtsmedaillen, Zeichen, Markell u. dergl.9167. Siege Karls 12. von Schweden uber August 2. und seiuen Verbundeten Peter 1.

    H(. CAROLVS' XII' ~D: G: REX SVECI.tE Htlftbild des Konigs fast von vorn, unbedecktenHauptes, in der R. den Marschallstab, in del' L. das Schwert, davon nur der Knauf sicbt-bar ist. Darunter in veraierter Einfassung QVO NON PRJESTAN I TIOR .ARMIS

    R(. Oben herum TESTES VRTUTIS ET PRUDE:-iTflE Drei Kronen, durch die geli:reuzt Schwertund Lorbeerzweig hindurch gehen; ringsum sechs verzierte Schilder, darin NARV.BNTH"NARWA. < ruGA ~ 'rRA 1 'I.DUN.AjJ ,PTIL 1TOWS, eras- 1 sow THO 1RUN, LEM IllERG GROD 1NO, FRAU I STADT . Desgleicben.Ein zweites Exemplar in holler Bronze.

    37 mm,

    1868.9176. Dritte Saecularfeier des Gymnasiums.

    H{ Engel mit dem Stadtschilde, daneben auf einem Spruchbande THORVN' I CIVITASH(. :3 SAEOULAR FEIER DES GYMNASIUMS ZU THORN Im Eichenkranze 8, Nliir$

    1568 I 1868 I>Blai. 27 mm.

    1874.9177. Schielspramie.st. @ AUSZEIOBNUNG BEl DEM FEIERLICHEN KOENIGSSOBIESSEN ERWORBEN

    Eichenbaum, davor Schutzenembleme, links LOOS D'R( Ein Eiclienkranz, darin (graviert) Thorn I 1874

    Silber. 13.81 g. 36 mm. ) Ilber die Munzbeamten- Familia Lees vgl. Ausfuhrliches in Bd. II S. 201 Note 33 u. S. 278 Note 122.) Emil- Schilling, Stempelschneider in Berlin urn 1850.

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    Thorn. Gcschichtsmedaillen, Zeichen, Marken u. dergl. Uerlaillen auf Thorner Persouen, 59

    9179. Synagogenmarke zu 2 Silbcrgroschen.SYNAGOG-EN GEMEINDE' I THOHN' In der Mitte 2 SG .

    Einseitig, Messing. 21 mm.1 0

    o, J.9178. Stadtzeichen,Engel mit Stadtschild, in del' R. einen Schliissel; daneben links Spruchband mit Aufschrift:Tborun I Oiviras 1()

    J1linseitig. Bronze. 48 mm.

    9180. Desgleichen zu 6 Pfennig.SY NAG OG EN G EM E IN DE ' I THORN' In der M itte 6 PE'. 1 1 l

    Einseitig, Messing. 19 mrn.9181. Desgleichen.

    Wie N o . 9180, nul' von groBerem Durchmesser.Einseitig. Messing. 20 mm.

    ..~9182. H{. Von zwei Engeln gehaltenes verziertes Schild mit dem Stadtwappen, eben eine Blume. Ge-

    wundene Einfassung.Rf, ~ 01DOBBELT I STAEL~ DER I KONIGLIOBN I STAT ~ THORN 1 ~ l608111l 1"

    Papisr, 47 mm.

    Medaillen auf Thorner Personen.91S3. Nicolaus Ooppernicus, Medaille 1820.

    H{. NIOOLADS" O OPE RN ICUS B ru stb ild n . 1. , am Armabschnitt DURaNDR(. NA'l'US I AN' M COCO, LXXIII' I TORUNI IN POLONIA I OASIMIRO IV I JAGEL

    LONIDE REGNANTE I OBUT 1 A.N !Ill' D XLIII' I - - - - SERIES NVMISMATICA IUNIVERSALISVmORUM ILLUSTmUM' 1--"I M' CCC' XX '-DURAND EDWIT 1K

    Zinu. 42 mm.Duisburg 363. VoJ.lberg 458. Cz.apski 3870.

    Aus der von Durand in Paris veranstalteten Medaillenreihe auf bcrtrhmte Porsonen.918':1:. Desgleichen. Vierhundertjahrfeier seiner Geburt, 1873.

    Hf. PO L SK I]] W YDALO G O PL EM I~ I '* W STR Z Y MAL SLO N CE WZRUSZYL ZIEMI l l t Ooppernicus in halber Figur, fast von vorn, darunter UR' 1473' UM'1543' Auf dem Rande F. BELOW ..

    8*

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    Thorn. Medaillen auf Thorner Persouen. 6 1

    R(. VIRO OLARISSIMO I DEl RE L IT T IJ RA RIA S LA VO R UM I OPTIME MERITO I 80010 SUO 1 HONORATISSlMO I PHIL080PHIAE DOC 'OR IS I SOLLE1IiNIA SElIlISAECULARIA I CELEllRANTI I COLLEGlUM PRAETEOTORUM I EDUOATIONIS PUBLICAE I IN PROVIN : SCHOLAR : VARSAVIElN: IGRATULATUR I D : X.' FEBRUARJI A: 184,2.

    Bronze. 51 rum,Ozapski [!1}37. Ohe lminski 1826.

    Linde war ein bertihmtsr Philologe, geboren in Thorn 1771, der in Wien und Warschau wirkteund besonders durch sein grolses polnisches Worterbuch bekannt wurde,

    9189. Dr .. Samuel Thomas v. So em rneri ng. Goldeues Doktorjubilllum 1828.H(. 1 1 J S . '['R' A SOEMMERING NAT' THORUNI D' XXVIII IAN' MDCCLV DOOT' CREA'r'

    GOTTINGAE D' VII APR' MDCOL:A'XVIII Kopf n. r., davor ein Aeskulapstab. UntenG.LaOS DILL c. Pb'lWFFEH FEe.

    R(. S\' ANATOMICORUM PRINCIPI ANIMAE ORGANA QUI APERUIT ARTIS VlRIQUEOULTURES'D VII .iU'R MDOOOXXVIII Darstellung des rnensehlichen Gehirns, 1 Q

    Silber. 56.80 g. 50 rum.Vo.~ber,g462.

    9190. Desgleichen,Abschlag vom Stempel del' vorigen Medaille,

    Bronze. 50 mm,l'

    Soemmering, beruhmt als Naturforscher und Anatom, wurde zu Thorn am 28. Januar 1755gebmen. Er studierte von 1774-1778 in G:i5ttingen, wurde dann Professor del' Anatomie in Kasselund 1784 in Mainz, lebte nach Aufhebung del' Mainzer Universitat in Frankfurt und Munchen, wo er1805 Leibarzt des Konigs wurde. Im Jahre 1820 ging er nach Frankfurt zuriick, woselbst er am2. Marz 1830 starb. Seine erste bedeutende VerOffentlichung war" Vom Hirnund Ruckenmark" (Maim;1788 u. 1792). Dies Werk hat man im Aug-a gehabt bel del' - allerdings nicht sehr gesclnnaokvollen -Darstellung auf der Rs, der obigen Medaille, die ibm zu seine-Ill goldenen Doktorjubilaum tlberreicht wurde.

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    All han g.

    Thorner Miinzbeamte.

    1 . Des Deutschen Ordens.1308, 1324 Meinecke, Mtinzmeister.1391 Johann Lepper, l \ i f I1Dzmeistet.bis 1404 Peter von Waldheim, "an del' lI'Hinze be-

    dienstet" .seit j404 Nikolaus Roder, desgl.

    1415 Engelbarth Nothaft, Mi:inzmeistof.1420 N. Koehherg, MliDzmeister.bis 1454 Hans v. Lichtenstein, MUnzmeister.ur n 1420 Gerhard v. d. Becke, Sllberlieferant, frliherM.linzpiichter in Danzig.

    2. Der Krone Polen.1528-1530 Jost Ludwig Dietz (Dezhrs], Leiter der

    JliIiinze.1528-1535 Stanislaus (Stenzel) Marsteller, des

    vorigen Stellvertreter.1528-1535 Mathias Schilling., Mi1nzmeister.

    3. Der Stadt Thorn.1590 Sebastian Schoras. MUnzmeister.1630-1632 Hans Lippe (Liebe), Miinzmeister

    HL JL1630-1639 Jakob .Iakebsohn, MUnzp!Lchter II1640-1643 Melchior Schirmer ,.M.Unzmeister und

    Wardein MS1643-1648 Gerhard Rogge, Miinzmei:ster G R Aua

    Dnedekon in Geldern stammend, Sohn desdortigen Burgermeisters Johann Rogge undseiner Ehefrau Sarah Bruens, - wie ich soebenin Kahanes Numismatiker 1911 S. 53 finde.

    1649-1668 Hans David Lauer, Milnzmeister liD L

    1653-1655 Hans Jakob Lauer, MlinzmeisterHJLW

    1650 Hf\ns Herbig, Wardein.1659 ,Ja.Il;ob Aust, Mtlnzdirektor.1659 Johann PreuB, Munzdirektor (1658 auoh fUr

    Schweden),1668-167.2 Heinrich Sievert, Mtl.nzpllchter HIS1672-1676 Hans David Lauer, MfinzpMhter.1760 -1766 Daniel Bottcher, Milnzmeister D B1762-1768 Simon Friedrich Bruekmann, Wardein

    SB

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    Ubersichtder

    Elbinger Munzgeschichte.

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    E 1bin g. M(lnzgeschichte. Zeit Kasimirs 4. bis Sigismnuds 1.Orden entspann, die Eelaubnia zur Mttnzpragang erteilt, Nach Beendigung des Krieges wollte del'Konig indessen flir eigene Reohnung in Thorn und Danzig miinzen lassen. Aber schon i.J. 1457 be-gnadete er Danzig und 'I'horn mit dem vollen Mtinzreehte flir immer, Elbing dagegen nioht,

    So mnnzte man denn in Elbing seit 1454 das erste Geld. Dies gesehah im MUnzhause in del'Brtickstrai;}e No.5. Die noch neuerdfngs naeh Fuchs, Besehreibung von Elbing, wieder aufgefrischteAngabe von dem Vorhandensein eines Mii:nzbauses auf dem Klappenberg, entsprioht nicht der Wirklichkeit,

    Die genannlcn Milnzen bestanden in Schillingen und Pfennigen, den einsigen Sorten damaligerZeit in Preulserr. Dort war die Rechnung von 1 Schilling = 12 Pfennigen, una hn Verbalbnis ZUIllpolnischen Gelde von 18 Pfennigen = 1 p ain , G r osche n ttblich, DeI ' FuB der Elbinger Scbillinge wari. D. l3G StUek aus der eulmischen Mark von 3 Lot HP/2 Gran (0.231 fein), entsprechend einer Ver-mlinzung del' feinen Culmer Mark zu 584 StUck = 9 Mark 17 Skot 1 Schill. 6 Pfg., und der feinenkolnischen Mark zu 714 Stuck = 11 Mark 2 5lkot6 Schill, Die Pfennige waren noch geringhaltiger,namlich I. D. 210tig (0.125 fain), 930 davon gingen auf die rauhe, 7440 Stilek auf die feine CulmerMatk; das ist eine Vermtlnzung' del' letzteren von 10 Mark 20 Schill.')

    Die Beendigung des dreizehnjabrigen Krieges zwischen Polen und den Ordensrittern braehteauch fiir Elbing die Schliebung der Mtinze, die erst naeh etwa 63 Jabren wieder getiffnet wurde.Jj;s sind also aus del' Zeit Konig Johann Albrechts, 1492 -1501, und Alexanders, 1501-1506, Gepragevon hier nicht vorhanden, Erst unter SigislUund 1." 1507-1548, trat Wandel darin ein, .Elr steht il lengstem Zusammenhange mit den sehon 1510 einsetzenden Verhandlungen wegen Verbesserung del'l\1tinzverhaltnisse in Polen und Preuflen, die schlicBlich 1528-1530 zu einem neuen MiinzfuEc - gi.iltigflir beide Lander, das ist das Erfreulichste daran - flihrten, nach welchem zu pragen waren 2 )

    Denare (Pfennige) 540 StuckSchillinge. 159"Groschen 96Dreigroseher 74,.

    aus del' 1 1 / 2 . lot, Krakauer Mark, 5760" ,. 3"" 848

    a. d. feinen Mark"

    S e c h s g r i : i s c h e r 37" 6 " ~~ 256 " ,~" 143) I) ') !~ 84.57 , . II" 143) " " 42.29 ;~ " ., "Die Pragung in Elbing setzte 1530 e r n . Die Mttnze befand sicb seit otwa diesel' Zeit in del '

    HeHigengeiststra.Be. Von 1535-1537 stand sic unter Jost Ludwig Decius alE;Miinzmeister, del' nnsschon bei Thorn als Leiter der koniglichen Miinze daselbst begegnet ist.4) Gepragt wurde in allenJabren, wenn auoh nicht von allen Nomlnalen, his 1540, freilich verschiedentlicb unterbrochen unrol lkbnigliehe Befehle, die den Betrieb vortrbergehend verboten.

    Diese Ma~ l la lJ .men wa ren zuriickzufuhren auf Beschwerden, die aus den polnischen Landesteilentiber angehlich minderwertige Auspragung nicht allein des Elbinger sondern auch des Danziger Geldesund des Hersogs von Preufsen wiederholt eiugelaaten waren , Schlielslich flihrten sie zur Einstellung

    1) Die Proben auf (len Gehalt, die sich bci den SchilIingen mit den bisherigen Untersuchungen i. D. deeken, hatHerr Ober-Munzwardein Mittmann an der Berliner konigl, Miinze dankenswerter Weise vorgenommen,

    2 ) Mal'ienburg Ed. V Danzig, S.6, Z..14, v :. U . zu vel'besgern,da~ Elbiog nicht 4 sonderu alle 5 Sorten pragtc.0) Ebenda S. 6 ist dieAngnbe i61etig ein Druckfehler,"') VgJ. S. S .

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    Elb ing. Miinzgeschic.hte. Zeit Bigismnnd .A.\lgtlsts bis Gustav Adolfs. 69des Betriebes 1540 und ZUlU Verbote del' preufsischen Sorten in Polen und Lithauen 1543. Aber niclrtlange hestand diese Beschrankung. Der liberall sieh geltend machende Mangel an dern zum taglichenVerkehre benotigteu Kleingeldo zwang zu Abhlilfe, Sie fand darin ihren Ausdruck, daB 1544 die Er-Iaunnis sur Auspragung von 3 Gussen Pfennigen (10000 Gulden) del' Stadt bewilligt wurde, die mitder Ausflihrung den Mtmzmeister Michael Ei sch or beauftragte, del' dafur 500 Mark Schlagschatz zuerlegen hatte. Nach Erledigung seines Auftrages, del' die Zeit vom 2t. Januar 1545 his zum 30. Januar154,(3in Ansprucb gerrornmen hatte, ging Ftseher nach Danzig,wo e r e b en fa ll s Ausmtinzungen Ubernahm.5)

    An Elbinger Munzen aus dieser Zeit sind bekanntSechsgroscher von 1535, 1536.Dreigroseher yon 1535, 1530, J 537, 1539, 1 1 : 5 4 0 .Groschen yon 11333, 1534, HiS5) 1538, 1539, 1540.Scbillinge von 1530, 1531, 1532, 1533, 1534, ~538, 1530._Denare (Pfennige) ohne Jahrzahl und von 1539, 1545.

    Angaben tiber das Vorhandenseic von Sechagrcschern aus dem Jahre 1533 und Groschen von11:530beruhen auf Verlesen bei undeutlichen Eremplarcn.

    Dem Mangel an kleiner Mtlnze war durch die Pfennigpragung von 1545 und 1546 noch nichtabgeholten. Del' Elbinger Rat erwirkte deshalb yon Konig Sigismund August, 1548-1572, eine weitereGcnehmigung fUr die Herstellung solcher Kleinmtinzen, die das ktmigl, Reskript VOIl 15M aber auf denBetrag von 6000 Gulden besehrankte, Wiederum war es Miinzmeister Michael Pisclrer, dem die Aus-ftihrung iibertragen wurde. Seine Pfennige tragen die Jahrzahlen 1552, 1554, 1555, 1556, 1557.

    Hiernach ruhete del' lfiinzettschlag wieder : ami del' Zeit del; Kl5nige Helnrteh von Valois,1673-1575, Stephan Bathori, 1575-1586, und Sigismund 3., 1557-1632, sind keine bekannt.Pj Da-gegen 'lind aus des Ietzteren Ze.it Medaillen vorhanden, von denen aber nicht sicher ist, ob sic wirklichin del' Elbinger l'YIUnz6,die bisher die Prligung groaerer Stucke als die Seehsgrtischer noch niolrt be-werkstelligt hatte, gefertigt worden sind.

    MUnzen scheincn in Elbing erst wieder seit 1628 unter Gustav Adolf von Schweden, gepragtworden zu sein, Polen BLand mit Schweden im Kriege, hervorgerufen durch die Ansprtlche, die Sigis-mnnd 3. auf den schwedischen Thron, trotzdern err dessen i. J, 1600 entsetzt war, nach wie y01' erhobund ihuen mit den Waffen Geltung su versehaffen suchte. Diesel' sogenannte schwedisoh-polnisclieErbfolgekrieg, del' sich lediglich in den polnisehen Gebieten abspielte, brachte aueh Elbing am 15. Juli ,1626 in schwedische Gewalt, Die Stadt huldigte Gustav Adolf, erkannte ibn und seine Nachkommenals l'echtrnai3ige Herren an und erntete daftir die Zusicherung des Bestehenbleibens del' stadtischenRochte und Freiheiten. Ja sie erreichte ein Jahr darauf Bogar die VerleillUng des Mtinzrechtes,das sie bisher nieht gehabt hatte, donn ihre fruhero MUnztatigkeit basierte nicht auf sol chem, sondernstellt sich, wis wit' gesehen haben, 1454, 1530, 154--1, 1554 lediglich als vortibergehende zeitweilige

    5 ) Marieuburg' B.d. V, Danzig, S_ (j fg.6) In Beang auf Sigismund 3. dfirfte dies ill sofsrn einzilschdinkensein !lIs das Marieuburger ll1!inzkabiuett ewei

    verschledene SchiUingemit !Iem Namen dieses R1il l igs besitzt, die nllerdinga beida unberechtigte Pragungen sein werden,bei denen indessen angsnommen worden konnte, dalI zn ihrer Ilerstelluug Urstncke vorgelegen baben. Vgl. weiterhin inrUiinzkorpu,s No. 0297, fl298.

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    70 Elbing. ~Hinzgeschich.te. Zeit Gustav Adolfs.Erlaubnis dar. Jetzt erst erhielt sie das voUe Mlinzrecht, besonders wichtig weil es auch die Gold-mnnzenpragung einschlo~.

    Die Verleiltungsurkunde lautet :Gustavus Adolphus Dei grato Suecorum, Gotbornm, Vandalorumque Rex, Magnus

    Princeps Finlandiae, Dux Esthoniae et Careliae etc. significamus praesentibus litterisnostrls, quorum interest, universis I t singulis, nomine civitatis nostrae Elbingens.snpplicatum nobis esse humilime, queniam commercia et caeteri illius proventus occa-sione huiusbeH.i per aliquod temporis spatium suspensa fuere, ao dicta civitas olimiure ac eroolumento cudendae monetae gavisa sit, ut eius commode oculo benignitatisnostrae intuentes, nominati iuris usum eidem elementer conceders dignaremur. Oumigitur id unise desiderenms, ut cum omnium subditorum nostrorum eommunitates, tumpraecipue civitatis Elbingensis omni felicitatis incremento reflorescat, ac inter eaeteranibil sit vel ad civitatum incrementa conducibillus, vel ad earum dignitatsm honori-fieentius iure cudendae monetae. Id circa nos considerantes fldelia obsequia et servitia,tam haetenns ab eadem eivitate praestita, quam imposterum nobis, dilectissimae nostraeconiugi reginae Sueciae, liberis ac suecessoribus nostris, nee non regno Sueciaepraestanda, eiusdem sup.plicationi benigne deferendum, censuimus, Vigore Haque barumconcedimus non solum u t im p o ste rum hoc iure cudendae monetae fruatur, se d ex clementierga candem voluntate hac etiam accessione orandam decrevimus, ut omnis generis tamgrandioris quam minutioris tarn aureae, quam argenteao monetae cudendae facultate,cum omni eius emelumento, gaudere deb eat. Ita tamen ut ex una nnmismatis parteeffigies nostra vel insignia regni nostri cum nostro titulo, ex altera civitatis insigniaexprimau tur, ac deniqueut pondus, bonitas, ac valor huius monetae Elbingensfs ponderi,valori ac bonitati monetae nostrae regnique nostri similia sint, et constitntionibus mone-tariis nostris per omnia conforment , Quo facto, eius usum omnibus nostris subditiscammunem, promiscuum ac iudifferentem, autboritateque nostra regia, hoc ipso munitumesse velumus, ao iubetnus. In quorum omnium fidem praesentes manu nostra sub-scriptas, sigillo regia communiri iussimus. Aetnm in eastris ad Hollandiam die Julii,stylo veter], Ao. supra millesimum sexeentesimo vigesimo septimo ..

    (L. S.) Gustavus Adolphus.Alshald setzte man die MUD z e wieder in Stand. Im nachsten Jahre, 1628, begann sis zu

    arbeiten. Einig ist man darin, daB zunachst, eine 'Verpachtung des Betriebes an Marc us Philip 880h nstattfand, del ' 'I'eilhaber des Marcus Koch an dem Vorlage der herzoglichen Miinze in Konigsberg ge-wesen war ..7 ) EI' hatte an die Stadt SC"hlagscbatz abzuflihren. Die Miinzen waren jedoch S O unter-wertig, daB niclrt nur auswarts Klagen und Beschwerden dariil5er laut wurden, sondern daB auch dieEinwobner Elbings selhst sie sich vom Halse hielten und sie nur mit Widerstreben nahmen , Dies be-zieht sich auf die kleinen Sorten: groue, die ersten in Elbing tiberhaupt, kamen nur in auBerst beschrltnktemMaJ3e vor, Am 20. Oktober 1631 wird der "neue Munzmeister Can tor" erwshnt, del' abel' nach meiner

    1) .Marienburg Ed..I, S. 115.

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    Elbing. MUnzgeschichte. Zeit Gustav Adolfs nnd der Christine.Auffassung nieht alleiniger Inhaber der Mtinze, sondern 'I'eilhaber Philipssobns war. Da auch filr dieFolge, trotz Verbotes der Stadtverwaltung, die MiBwirtschaft mit dem geringwertigen Gelde nicht ein-gestellt wurde, legte sich del' schwedische Generalgouverneur GrafAxel Oxensticrn 1631 ins Mittel,entzog del' Stadt die Verwaltung del' Milnze und schloB selbst mit Marcello Philips und BendixSteffens einen Vertrag, die Stadt dabei auf einen geringen Schlagschatz setzend.

    Nach dieser Abmachung vom 22. November sollten Philips uud Steffens ausmiinzen

    Aus d.. Krak. Mark Remedium SchlagschatzSorte Gehalt im f. d. feine Markbrutto I feinLot S t i i c k Guld. I Grsch, S c h r o t I KQrn Guld , I Grsch,Orter . 10 32 27 9 1 / 2 St. 2 Pfg. 2 8Dreigroscher 5lj~ 102 31 3 2 , . 2 " 4 -Dreipolker 5 185 29 18 2 " 2 ~, 3 --Groschen 3% 210 29 26 2 " 2 ,- 3 -Sehillinge 1% im Ver- 45 - 5 " 2 " 5 17biiltnis

    8 ) Es sind zwei Pfeilspitzen, nicht zwei Zainhakon, wie anderweit sngegeben wird.9 ) In der Sarumlung der kaiserl, Ermitnge in St. Petersburg em Exemplar in Gold.

    Dei' beabsichtigte Erfolg dieses Vertrages blieb aus, 1 3 1 ' stouertc del' Mtinzverschlechterungnicht: Elbinger Geld wurde auswarts abgelebnt, devalviert, 1 fiB3 im Kcnigreich Polen verboten und imStadtgebiet selbst wurden die Dreigroscher au f zwei Drittel ihres Nennwertes heruntergesetzt. 1635,zur Zeit del' Konigin Christine von Schweden horte die Pragung, die nach 1633 ausechlielilich inDreipolkern und Schillingen bestanden hatte, auf.

    Del' zuerst oben genannte Mnnzpachter Marcus Philipssohn (auch Marschall Philipson und, wieer selbst sich schreibt, Marschellio Philipfssn) und del' Marcello Philipps seit 1631 sind sicher eine unddieselbe Person, was aus dem Mtinzzeieben 'V , Herz mit zwei Pfeilspitzen besteckt.s) hervorgeht, dasvon 1628 unuuterbrochen bis einsehlie.mieh 1635 auf den Mtmzen vorkommt; auch sehenwir daraufvon 1630-1633 noch seine Namensinitialen lYIP. Zweifelhaft ist, ob aueh das Zeichen Q, Herz mitZainhaken eben, das nul' 1628 auf tritt, ebenfalls von ibm herrlihrt, nnd nicht als sicher sehe iches ferner an, da das Zeichen $, ein Hut, del' 1631 und 1632 erscheint, dem Cantor eignet, wieallgemein angenommen wird. Diesel' hat doch wahl nul' eine dem Pachter Philipssohn untergeordneteSteHung als Munzmeister bekleidet, wahrend del' ebenfalls 1631 auftretende Bendix Steffens des. ersterenMitkontrahent bei del' Abmachung mit Oxeustierna war, ihm also gleichstand. Es kann sonach del' Hutebensogut des Steffens Zeichen sein, eine Annahme, die noch dadurch Unterstutzung findet, daB aufdel' Rs. zweier Orter von 16319) del' Hut und die Initialen 1 1 1 . P des Phillpssohu angebraeht sind.DaB Munzmeister Cantor mit dem Christof Oantor in Teschen, Liegnita, Troppau, Olmtaz, 1611-1628,dann in letzterem Jahre General- Mttnzwardefn in Ober- und Niederscblesien, ideutisch ist, glaube ichnicht, obsehon del' Zeit nach er es sein k1innte: as wtirde ein Herabsteigen aus seiner Generalwardein-stellung bedeutet haben,

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    72 Elbing. Miillllgesehichte. Zeit Wlaclislaus' 4. und .Iohann Kasimirs,Am 12. September 1635 wurde zwischen Schweden und Polen del' Vertrag su Stnhmsdorf gc-

    schlossen, inhalts dessen die Schweden Preulsen zu raumen batten. Darnit kamElbing wieder an Polen.Konig Wladislaus 4., 1632-1648, Welt feierliehen Einzug in die Stadt, die ihn mit einem Geschenkevon 100 000 Gulden bedachte.lO) Er bestatigte ihr alle bisberigen Recbte, auch das Mlinzrecht, obschones ib r von Polens Gegner Gustav Adolf verliehen war. Gleichsam um nach aufsen hin dies Rechtdeutlich zu dokumentieren, HefJd ie Stadt gleich 1636 einen Taler pragen, del' mit den NamensbucbstabenIv I J'a co b Jacobsohns versehen ist, des bekannten polnischen Grolsuntemehmers, der wie Danzigund Thorn zwischen 1630 und 1639 so angeblich auch Elbing 1636 in Pacht gehabt haben 8011.11) Obes sieh in letzterem Falla um ein wirkliches Pachtverhsltnis gehandelt hat, darf fligliclr stark bezweifeltwerden, da in Elbing mit seiuem seit, 1635 ganz stookenden Betriebe nichts zu verdienen war. FtitJacobsohn kann in Elbing tiberhaupt nul' die Zeit von 1633-1636 in Frage kommen, namlich nachdem AufhOren del' Mtinzzeiehen Marcus Phflipssohns. Zu erwllhnen ist allah noeh del' ReichsmtlnzergesellSteffan Bockholt, der VOl' 1688 in Elbing gearbeitet bat und den ich in prell.Bischen Alden falld.12)

    Bei diesem einen Taler behielt es zu Wladislaus' 4. Zeit sein Bewenden. Kleinmdnzen zuschlagen solIte llberdies nach del' War$Jchauer Verabredung von 1633 allgemein unterbleiben.

    Zu einem guten Versuoh der Verbesserung des darniederliegenden Geldwesens in Polen undP reub en kam es u ntor Johann Kasimil',13) 1648-1668, durch die M tin zo rdn un g v om 16. Mai 1650, dieunter Einflihl'ung einer neuen Mlinzmark und Auspragung von seehs Sorten Kleingeldes den bisherigenMangel an Ietzterem beseitigen sollte, Es wurden Taler, Orter, Sechs-, Drei-, Zweigrcscher, Groschenvon besserem Gehalt als bisher, tmd Kupferschillinge vorgesehcn.Y) Wahrencl der ersten Miluzveriodcbis zur Besetzung Gel' Stadt durch die Schweden, also von 1650 bis 1655, lief Elbing herstellen Taler(auch in groBere1' Schwere lind als Klippen) 16151; Halbtaler - Klippen 16i5n, 1G5t; Ortel ' 1650, 1651;Zweigroscher 1651 und tiberdiesDukatcn 1653. Munzmeister war Wilhelm von Eck (W v E) 'VOIl 1650bis zu seinern Tode 1652; ihrn folgte Nicolaus Hennig (NH) bis 1665. MUIlZiwardein war JohannOetsucr. Ubel' all diese Personen ist Weitcres nlcht bekannt, DcI' MtinzfuB war derjenige vall1650. der innegehalten zu sein scheint,

    W~thI'end del ' Jahre 1656 b is zum Frieden von Ol i va 1660 war Elbing ahermals in den H~tnclenschwedischer Truppen, deren Ftihrer und Stadtkommandant Lorenz von del' Linde alsbald Orter durchNicolaus Hennig priigcn JieB, Man nimmt a