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© Vorname Nachname Editorial Leuphana Universität Lüneburg Konferenzwochenzeitung zum Tag des Aufbruchs Ausgabe 1 ¡ 26. Februar 2013 Marie-Sophie Vorbrodt Think Tanks – Modell mit Perspektive oder bloß Mode? Denker von morgen gibt es nicht nur in der Regierung, auch an der Leuphana. Seite 2 Von Ökofundis und Grundeinkommen. Wenn ihr euch schon immer gefragt habt, wer hinter dem Gesicht der Nach- haltigkeit steckt, dann blättert rein! Seite 6 Reisen erweitert den Horizont: Die Leuphana-Tour 2013 Ich packe meinen Koffer und nehme mit ... Zu Semesterbeginn sind wir aufgebrochen und haben seitdem unsere Koffer mit Wissen gepackt. Change is a Challenge: Verände- rung bedeutet Herausforderung. Wahrscheinlich sogar die größte unserer Gesellschaft. Und was ist schon unsere kleine Zeitung im Kontext dieser großen Herausforde- rung? Das haben wir uns auch stre- ckenweise gefragt. Wie kommuni- ziert man Nachhaltigkeit, ohne den Begriff noch mehr auszulutschen? Wir haben das Wagnis auf uns ge- nommen, auch wenn wir teilweise nicht das verwirklichen konnten, was wir uns vorgestellt hatten. Manchmal ist die Leuphana eben doch nicht so offen für Neues, wie sie sich gibt. Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf drei Ausgaben CHA[LLE]NGE mit und für euch. Von den besten BlogN Einträgen, über die Berichterstat- tung eurer Seminare bis hin zu in- teressanten Artikeln rund um das Thema Homöostase ist alles dabei. Und wenn ihr euch jetzt fragt, was Homöostase ist, dann müsst ihr so- gar in unsere Zeitung blättern, um das zu erfahren. Und wenn ihr das tut, dann haben wir schon mehr als genug erreicht: Eine kleine Verän- derung, ein kleinen Denkanstoß für jeden. Doch was ist so eine kleine Ver- änderung schon im Kontext dieser großen Herausforderung? Mehr als keine Veränderung. Und wenn wir das im Hinterkopf behalten, dass jede Veränderung in kleinen Schrit- ten geht, dann kommen wir unse- rem Ziel ein bedeutendes Stück nä- her. In diesem Sinne verabschieden wir uns mit den Worten eines wei- sen Mannes: Challenge accepted. Viel Spaß beim Lesen Eure Redaktion Vor einem knappen halben Jahr starte- te eine Reise – unser Studium an der Leuphana begann. Als „Blind Booking“ kann man sie nicht bezeichnen, hatten wir ja bereits die metaphorischen Rei- seführer gewälzt, bevor wir die Buchung abschlossen. Man hegte die üblichen mit dem Antritt einer Reise einherge- henden Hoffnungen und Bedenken und es war der Aufbruch in einen neuen Le- bensabschnitt. Wir alle haben damals unsere Koffer hervorgeholt und seitdem so manches Souvenir eingesackt. Seien es fächerübergreifende oder spezifische Methodenkenntnisse, Aspekte der Ge- schichte von Wissenschaft oder eben die Einsicht, dass Wissenschaft Verantwor- tung trägt. Seitdem haben sich unsere Reisekoffer gefüllt mit Wissen über die Verantwortung uns selbst, künftigen Ge- nerationen und unserer Umwelt gegen- über. Das Wort „Nachhaltigkeit“ dürfte uns mittlerweile mehr als geläufig sein und insgeheim würden wir alle es si- cher zum Unwort des Semesters wählen. Obwohl unser Reisegepäck manchmal überzuquellen droht und wir am liebsten einige Inhalte rausgeschmissen hätten, können wir doch stolz sein, unsere Kof- fer bis hierher geschleppt zu haben und jetzt befinden wir uns schon am Ende der ersten Reiseetappe. Nun gilt es jedoch zukünftig, die rich- tigen Inhalte hervorzukramen. Immer wieder aufzubrechen. Change is a chal- lenge. Das ist uns allen klar. Auf der Konferenz für nachhaltiges Handeln an unserer Uni können wir etwas von un- seren Kofferinhalten anderen Reisenden präsentieren und selbst von ihren Erfah- rungen profitieren. Die Werkzeuge für einen Umbruch und schlussendlichen Durchbruch sind uns an die Hand gege- ben worden und werden in den nächsten drei Tagen nochmal aufgefrischt und vertieft. Der Aufbruch hat begonnen. Da- mals wie heute. Wir haben uns todesmu- tig in ein Wohnheim vol- ler Erstsemester gewagt und Fragen gestellt. Das Ergebnis findet ihr in dieser Ausgabe! Seite 4/5 ] [ © Henriette Schulz

CHA[LLE]NGE Ausgabe 1

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Das erste Exemplar der CHA[LLE]NGE. Der Zeitung zur Konferenzwoche [AUF]BRUCH der Leuphana Universität Lüneburg. Alles weitere zur Konferenzwoche online unter: www.leuphana.de/konferenzwoche-2013.

Text of CHA[LLE]NGE Ausgabe 1

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    Leuphana Universitt Lneburg Konferenzwochenzeitung zum Tag des Aufbruchs Ausgabe 1 26. Februar 2013

    Marie-Sophie Vorbrodt

    Think Tanks Modell mit Perspektive oder blo Mode? Denker von morgen gibt es nicht nur in der Regierung, auch an der Leuphana. Seite 2

    Von kofundis und Grundeinkommen. Wenn ihr euch schon immer gefragt habt, wer hinter dem Gesicht der Nach-haltigkeit steckt, dann blttert rein! Seite 6

    Reisen erweitert den Horizont: Die Leuphana-Tour 2013

    Ich packe meinen Koffer und nehme mit ...

    Zu Semesterbeginn sind wir aufgebrochen und haben seitdem unsere Koffer mit Wissen gepackt.

    Change is a Challenge: Vernde-rung bedeutet Herausforderung. Wahrscheinlich sogar die grte unserer Gesellschaft. Und was ist schon unsere kleine Zeitung im Kontext dieser groen Herausforde-rung? Das haben wir uns auch stre-ckenweise gefragt. Wie kommuni-ziert man Nachhaltigkeit, ohne den Begriff noch mehr auszulutschen? Wir haben das Wagnis auf uns ge-nommen, auch wenn wir teilweise nicht das verwirklichen konnten, was wir uns vorgestellt hatten. Manchmal ist die Leuphana eben doch nicht so offen fr Neues, wie sie sich gibt. Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf drei Ausgaben CHA[LLE]NGE mit und fr euch. Von den besten BlogN Eintrgen, ber die Berichterstat-tung eurer Seminare bis hin zu in-teressanten Artikeln rund um das Thema Homostase ist alles dabei. Und wenn ihr euch jetzt fragt, was Homostase ist, dann msst ihr so-gar in unsere Zeitung blttern, um das zu erfahren. Und wenn ihr das tut, dann haben wir schon mehr als genug erreicht: Eine kleine Vern-derung, ein kleinen Denkansto fr jeden. Doch was ist so eine kleine Ver-nderung schon im Kontext dieser groen Herausforderung? Mehr als keine Vernderung. Und wenn wir das im Hinterkopf behalten, dass jede Vernderung in kleinen Schrit-ten geht, dann kommen wir unse-rem Ziel ein bedeutendes Stck n-her. In diesem Sinne verabschieden wir uns mit den Worten eines wei-sen Mannes: Challenge accepted.

    Viel Spa beim LesenEure Redaktion

    Vor einem knappen halben Jahr starte-te eine Reise unser Studium an der Leuphana begann. Als Blind Booking kann man sie nicht bezeichnen, hatten wir ja bereits die metaphorischen Rei-sefhrer gewlzt, bevor wir die Buchung abschlossen. Man hegte die blichen mit dem Antritt einer Reise einherge-henden Hoffnungen und Bedenken und es war der Aufbruch in einen neuen Le-bensabschnitt. Wir alle haben damals unsere Koffer hervorgeholt und seitdem so manches Souvenir eingesackt. Seien es fcherbergreifende oder spezifi sche Methodenkenntnisse, Aspekte der Ge-schichte von Wissenschaft oder eben die

    Einsicht, dass Wissenschaft Verantwor-tung trgt. Seitdem haben sich unsere Reisekoffer gefllt mit Wissen ber die Verantwortung uns selbst, knftigen Ge-nerationen und unserer Umwelt gegen-ber. Das Wort Nachhaltigkeit drfte uns mittlerweile mehr als gelufi g sein und insgeheim wrden wir alle es si-cher zum Unwort des Semesters whlen. Obwohl unser Reisegepck manchmal berzuquellen droht und wir am liebsten einige Inhalte rausgeschmissen htten, knnen wir doch stolz sein, unsere Kof-fer bis hierher geschleppt zu haben und jetzt befi nden wir uns schon am Ende der ersten Reiseetappe.

    Nun gilt es jedoch zuknftig, die rich-tigen Inhalte hervorzukramen. Immer wieder aufzubrechen. Change is a chal-lenge. Das ist uns allen klar. Auf der Konferenz fr nachhaltiges Handeln an unserer Uni knnen wir etwas von un-seren Kofferinhalten anderen Reisenden prsentieren und selbst von ihren Erfah-rungen profi tieren. Die Werkzeuge fr einen Umbruch und schlussendlichen Durchbruch sind uns an die Hand gege-ben worden und werden in den nchsten drei Tagen nochmal aufgefrischt und vertieft. Der Aufbruch hat begonnen. Da-mals wie heute.

    Wir haben uns todesmu-tig in ein Wohnheim vol-ler Erstsemester gewagt und Fragen gestellt. Das Ergebnis fi ndet ihr in dieser Ausgabe! Seite 4/5

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  • [PERSPECTIVES]2 Cha[lle]nge

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    Ausgabe 1 26. Februar 2013

    Wohl nicht zuletzt wegen der Deut-schen Vorliebe fr Anglizismen haben die Think Tanks in den vergangenen Jahren ihren Weg in unser Vokabular gefunden. Doch was sind das eigent-lich, diese Denkfabriken?Think Tanks sind Expertengruppen, Forschungsinstitute, die nicht auf Ge-winn, sondern auf Lsungen aus sind. Selbstverstndlich brauchen auch geniale Kpfe Geld in Deutschland werden die meisten Think Tanks ffent-lich oder durch Stiftungen fi nanziert. Und dann? Und dann setzen sich die Experten hin und thinken. Das ist ihre Hauptaufgabe: Sie denken nach und entwickeln Konzepte, die Probleme ih-res Fachgebietes ausmerzen, bevor sie berhaupt zustande kommen. Denken auf Vorrat nennt man das. Doch was prdestiniert Think Tanks fr einen Beitrag in der Aufbruch-Ausgabe unserer Zeitung? Ein klein wenig Frust und Fassungslosigkeit, kurz erklrt am Beispiel des Wissenschaftlichen Bei-rats der Bundesregierung Globale Um-weltvernderung (WBGU). Dieser ganz spezielle Think Tank berichtet in erster Linie an Frau Merkel und Konsorten, im Endeffekt aber an uns alle. Wie vor-ausschauend und Auf-Vorrat-Denkend diese Experten arbeiten, kann man

    an den Themen ihrer Hauptgutachten der vergangenen Jahre ablesen: 2003: Energiewende, 2004: Armut, 2008: Bio-energie, 2011: Transformation.Das Problem ist, dass diese Gutachten nicht so ernst genommen werden, wie

    sie eigentlich sollten. Die bereits vor Jahren vom WBGU abgehandelten und theoretisch gelsten Probleme lsen noch heute Panik in der Bevlkerung aus keiner hat das Gefhl, dass sich etwas gendert hat wenn aus der

    Theorie keine Praxis wird, wozu dann das Ganze? Wollten wir nicht Vernde-rung? Genau diese Frage scheint sich auch die Leuphana gestellt zu haben und hat kurzerhand ihren eigenen Think Tank erffnet: Die Digital School, Think Tank Cities. Unter der Leitung von Ar-chitekt Daniel Libeskind entwerfen die Mitglieder in Kleingruppen Modelle zum knftigen Leben in Ballungsgebieten.Und hier kommt die wahre Genialitt der Think Tanks erst richtig zum Tragen: Die Digital School ist ein Online-Hoch-schulkurs und bietet Menschen auf der ganzen Welt die Mglichkeit, dabei zu sein. Die Praxisnhe der Denkfabriken beruht also darauf, nicht nur Theoreti-ker zu beschftigen, sondern eine bun-te Gruppe an Menschen: Die, die selbst von eventuellen Problemen betroffen sind, jung und alt, international oder aus der Lneburger Heide.Um bei den Anglizismen zu bleiben: Think Tanks machen aus Geeks Visi-onre, auf die wir uns verlassen soll-ten. Vielleicht sollten wir noch einen Schritt weiter gehen und uns fragen, ob wir nicht selbst Experte in etwas sind und uns damit in einer Denkfabrik engagieren damit endlich mal etwas passiert!

    Das Prinzip der Think Tanks: Viele Kpfe, viele Lsungen

    Querdenker: In der Vielfalt liegt die Kraft

    Dein Nachhaltigkeitsdozent kauft im Supermarkt Eier aus Kfi ghaltung. Was denkst du? So ein Geizhals! [Michelle] Hab ich auch schon oft gemacht. Ich denke mal, auch Dozenten drfen manchmal Menschen sein. [Paul] Wrde mich wundern ... [Lukas] Dieser Schlingel [Katrin]

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    Best of blogN: Den Eintrag von Konstantin Sinn krten wir zu einem der originellsten

    Nachruf zum Aufruf eine lyrische BetrachtungsweiseDie gute Nachricht zuerst: H&M, das Kernkraftwerk Brunsbttel und die deutsche Gefl gelfl eischwirtschaft han-deln nun NACHHALTIG. Die Welt scheint gerettet! H&M-Gutscheine sind wieder reprsentative Weihnachtsgeschenke und die Anti-AKW-Flaggen knnen zu-sammen mit den eh verbleichten Vege-tariern/Veganern im Keller verstauben!

    Nachhaltigkeit. Die Marter auf der Folterbank der Systemrder hat vom einstigen Klangbild der Hoffnung eine totgeprgelte Phrase brig gelassen, die bis in den letzten Atemzug auf der Intensivstation der bedrohten Wortarten lag. Die Nachhaltigkeit trug Pseudo-Weltverbessertum, Scheinheiligkeit und menschliche Handlungsschwche zu Kreuze und starb als Mrtyrer fr eine einst groe Idee. Sie hat ihren Nach-klang, ihre Haltbarkeit, ihre Einzigartig-keit und ihre Wirklichkeit verloren. Der Umgang mit dem Wort war und ist nicht nachhaltig. Der Begriff wird scheinbar nur noch um des Begriffes Willen be-nutzt und hat sich jeglichem Bezug zur Wahrhaftigkeit entledigt. Was bleibt ist ein gesthntes schon wieder, wenn das Wort die Hrsle betritt.Wie geht Vernderung? Am Anfang steht das Wort. Freiheit, Gleichheit, Frieden. Dafr kmpfen Menschen.

    Das Wort Nachhaltigkeit erbringt diese Kraft nicht, da wir kaum Positives mit ihm verbinden. So ergibt sich bei vielen die Assoziation: erhobener Zeigefi nger, Einschrnkung, Verzicht, Angst um Zu-kunft. Anders ist es bei dem Wort Liebe. Verbinden wir mit der Liebe doch Wr-me, Geborgenheit, Vertrautheit, Sinn-lichkeit. Die Liebe ist stark.Vielleicht besteht eine wichtige Aufgabe darin, den Begriff Nachhaltigkeit ideell zu erfllen, damit das Wort nicht ln-ger eine leere Hlle bleibt, sondern am Anfang von Begeisterung, Mut und dem festen Glauben an ein Morgen steht.

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    Think Tanks Ein kleines Wort fr groe Denker

    Kati Jovic

    Wir nehmen Abschied von der Nachhal-tigkeit

    * 3. Juli 1992, Rio de Janeiro viel zu frh

    Vergewaltigt im Munde von Honigbart-Politik, Flower-Power-Wirtschaftsethik und Mssen-Medien, erlag sie ihren schweren Verletzungen.

    In stiller Trauer:Der gesunde Menschenverstandund die Kinder von morgen

    Nachhall der Nachhaltigkeit

    Auf dem Sterbebett will ich Dir geben, meinen Wunsch nach wahrem Leben. Denk mich lnger als einen ARTE-Themenabend im TV, lnger als ein Wirtschaftsjahr von Coca-Cola, C&A, lnger als eine Legislaturperiode der Berlin-Frau, mein Sinn wird erst langfristig klar.

    Denk mich weiter als die kurze Autofahrt, weiter als das Ende vom Bio-Marktregal, weiter als die Grenzen von diesem Staat, meine Gre ist kolossal global.

    Denk mich hher als den Stromverbrauch, hher als den Konzernprofi t,hher als den unverschmten Ressourcenraub, mein Wille in hchsten Tnen, ergibt des Lebens Lied.

    Auf dem Sterbebett will ich Dir geben, meinen Wunsch nach wahrem Leben. Nach wahrer Tugend, Tat und Drang, aus des Menschen Hand fang an!

    Konstantin Sinn

  • [PERSPECTIVES] 3Cha[lle]nge

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    Ausgabe 1 26. Februar 2013

    Klaus Tpfer per Skype zugeschaltet: die positiven Seiten der Digitalisierung

    Ann-Katrin Mvers

    Das Zeitalter der Technik. Eine Welt verschiedenster Mglichkeiten der Kom-munikation. Doch wohin bringt uns die-ser Aufbruch der Technologien? Wie weit entwickelt ist unsere Gesellschaft in 20 oder gar schon fnf Jahren!?Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Die Arten, sich heutzutage gegenseitig mitzuteilen, sind uns bekannt, wir sind damit vertraut und mchten diese auch nicht mehr missen. Etwas Neues, Unbekanntes ist bei Men-schen nun meist mit Angst oder Skepsis verbunden, was im Grunde nachvoll-ziehbar ist, aber keinesfalls begrndet! Die Unwissenheit wird hufi g als Auf-hnger benutzt, um der Vernderung abzusagen. Doch hat diese Gruppe der Gesellschaft einmal darber nachge-dacht, dass Erneuerungen natrliche Prozesse sind? Lebendige Systeme sind auf permanente Erneuerung angewie-sen, das hat man schon in der 6. Klas-se gelernt. Dinge, die sich nicht mehr

    verndern, sind am Ende der Entwick-lungskette angekommen und sterben. Daraus erschliet sich der stndige Wandel der Technik. Stillstand ist keine Option und so ist es ein Wetteifern nach immer schneller, besser und weiter. Wenn wir in der Zeit zurck gehen, waren Handys die in der heutigen Gesellschaft scheinbar unabdingbar sind noch ein Fremdwort. Mobiltele-fone sollten die Fern-bermittlung von Nachrichten erleichtern und es wurden Prognosen aufgestellt, wie viele davon wohl in den nchsten Jahren auf den Straen kursieren wrden. Man uer-te Zahlen, die dem Wunschdenken und Utopischen gleichgesetzt wurden, an-dererseits erwartete und erhoffte man auch diese rasante Entwicklung. Die Vorstellung, wie sich die Handys heute etabliert haben, war unvorstellbar. Und das war gerade mal im Jahr 2000!Diese Schnelllebigkeit ist genau das, was gefrchtet ist. Aber bringt die Ver-

    nderung der Technik nicht auch Gutes mit sich? Die Gesellschaft profi tiert in gewissen Hinsichten doch auch von die-sen Entwicklungen, nicht wahr?!Ein Beispiel wird uns auf dem silbernen Tablett serviert: die Erffnung der Konfe-renzwoche 2013 mit Prof. Dr. Klaus Tp-fer als Redner. Dieser ist aber nicht phy-sisch anwesend, sondern wird per Skype zugeschaltet. Nur durch den Wandel der Technik ist uns dies berhaupt mglich! Stelle man sich einmal vor ein begehr-ter Politiker msste fr jede Rede, jeden Auftritt und jede kleinste Besprechung von Ort zu Ort transportiert werden und das im tglichen Rhythmus. Sind da die Prominenz und die Umweltfreundlich-keit nicht aber kontrovers? Was macht dann ein ehemaliger Umweltminister? Und schon sind wir wieder bei unserem Ausgangspunkt: er nutzt die heutige Technik!

    Stagnation ist Rckschritt

    Beim Suchen etwas Gutes tun Ecosia machts mglich!

    John Paxson

    Wenn wir alle mal ganz ehrlich sind, fllt uns das Aufbrechen oft schwer. Wer kennt es nicht? Freitag Abend, man ist geschafft von den Strapa-zen der Woche und bleibt einfach mal zu Hause sitzen, nur um dann am nchsten Tag erfahren zu ms-sen, dass man die Party des Jahres verpasst hat. Sehr rgerlich! Zu spt aufgestanden? Zug verpasst! Zu lange getrdelt? Euer Date hatte leider einfach keine Lust mehr, noch weitere 20 Minuten auf euch zu war-ten! Wie rgerlich wre es dann erst, wenn ihr eines Morgens aufwacht, nur um zu realisieren, dass es ein-fach mal zu spt ist, um die Welt zu retten? Ein kollektives Uuups wre vermutlich unangebracht. Und dabei kann wirklich jeder schon mit Klei-nigkeiten dazu beitragen, die Welt jeden Tag ein kleines Stck besser zu machen. Ihr msst auch nicht alles richtig machen! Selbst unser Modul-verantwortlicher sagt ber sich, dass er privat beim Abfall einen besseren Job machen knnte. Aber hey, dafr fhrt er kein Auto und macht sich verdammt viele Gedanken darber, wie man uns Studenten die Idee von einer nachhaltigen Entwicklung ver-mitteln kann. Und das ist doch letzt-lich auch das Wichtigste, dass man die Idee zu den Menschen bringt und ein Bewusstsein dafr schafft! Niemand von uns muss ein Super-held sein oder gar werden, um das zu erreichen! Aber selbst Mario ist irgendwann mal irgendwo aufgebro-chen, um die Prinzessin zu retten. Natrlich wei heute niemand mehr so genau, wann und wo das war. Und vielleicht sollten wir es einfach ge-nau so machen. Aufbrechen in eine bessere und bewusstere Zukunft, Schritt fr Schritt, Level fr Level, der Weg ist das Ziel.

    Die grne Suchmaschine

    Dein Nachhaltigkeitsdozent kauft im Supermarkt Eier aus Kfi ghaltung. Was denkst du? So ein Geizhals! [Michelle] Hab ich auch schon oft gemacht. Ich denke mal, auch Dozenten drfen manchmal Menschen sein. [Paul] Wrde mich wundern ... [Lukas] Dieser Schlingel [Katrin]

    Habt ihr mal Ecosia gegoogelt?

    Viviana Kneiske

    Jeder kennt es, jeder braucht es, je-der macht es die alltgliche Nutzung einer Suchmaschine! Doch was soll man daran verndern knnen, um es kologisch nennen zu drfen? Ganz einfach! Nutze die richtige Suchma-schine, wie etwa Ecosia.org!Die Ecosia GmbH ist ein Social Business, das sich fr kologische Nachhaltigkeit einsetzt, indem es seine Einnahmen fr

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    den Schutz der Regenwlder spendet. Sie funktioniert ganz einfach: Ecosia wird von anderen Servern untersttzt: Die Suchergebnisse werden von Bing geliefert, die Anzeigen stellt Yahoo zur Verfgung.Wie jede Suchmaschine verdient Ecosia durch Werbeanzeigen Geld. Wenn man auf eine Reklame klickt, dann zahlt das werbende Unternehmen einige Cent an

    Bing oder Yahoo, die dann einen Gro-teil davon an Ecosia weitergeben. Mit mindestens 80 Prozent dieser Einnah-men wird die Arbeit des WWF im Ama-zonas untersttzt. Gleichzeitig werden alle Server von Ecosia mit kostrom von Greenpeace Energy betrieben. Da dies nicht fr die Server von Yahoo und Bing gilt, kauft Ecosia zustzlich zum Ausgleich Zertifi kate zur Klimakom-pensation im Wert von 0,2 Gramm CO2 pro Suche von PURE the Clean Planet Trust. Dadurch setzt sich das Unterneh-men doppelt kologisch ein.Pro Suche werden durchschnittlich 0,13 Cent gespendet. Das wird dar-aus errechnet, dass ca. 2 Prozent aller Suchanfragen dazu fhren, dass ein Werbelink angeklickt wird, fr den ca. 6,5 Cent gespendet werden.Das klingt jetzt vielleicht nach nicht viel, aber die Summe macht es: Bis heu-te wurden schon ber 1.167.000 Euro an den Regenwald gespendet.Wenn du demnchst mal wieder etwas im Web suchst, dann benutze einfach mal Ecosia.org und verleihe einer tgli-chen Routine einen kologischen Nutzen und das komplett kostenlos!

    Arne Hansen

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  • [Projects]4 Cha[lle]nge Ausgabe 1 26. Februar 2013

    +++ We feed the world +++ LEUFARM Ein studentischer Gemeinschaftsgarten an der Leuphana +++ Ansto zur HafenCity Die Spieler und ihre Interessen +++ Die Wollhandkrabbe erobert Deutschland +++ Bis wir alle baden gehen! +++ Grn bleibt kleben! +++ KONY 2012 Manipulation der Masse? +++

    Letztendlich sagt das doch noch nicht besonders viel aus. Eventuell ist er im Bezug auf andere Dinge sehr nachhaltig. [Max] Der passt zur Leuphana mehr Schein als Sein! [Nele] Bestimmt kauft er die Eier nur fr sein nchstes Forschungsprojekt ein! [Henning]

    Das blaue GoldWasser: mehr als nur ein Durstlscher

    Corinna Thlke

    Wir verschtten, verschwenden, ver-schmutzen es und das jeden Tag.Wasser. In letzter Zeit schleicht sich allerdings ein leichtes Unbehagen in unsere Wasserorgien. Immer deutli-cher dringt es in unser Bewusstsein Wasser ist eine endliche Ressource.Neue Wege zu fi nden, den Wasserver-brauch zu reduzieren ist eine der vielen Herausforderungen unserer Zeit. Viva Con Agua hat diese Herausforderung angenommen. Seit 2006 ist der in Ham-burg gegrndete, Verein aktiv. Die durch die Arbeit der Organisation generierten Spendengelder fl ieen ber die Welt-hungerhilfe in Wasserprojekte auf der ganzen Welt. Viva Con Agua stellt ein ffentliches Netzwerk dar, in dem sich jeder ehrenamtlich engagieren kann. Jeden Dienstagabend am Lneburger Hafen diskutieren die ehrenamtlichen Mitglieder der Zelle in Lneburg im PONS anstehende Projekte und neue Ideen. Die Projektpalette reicht von der Kloschssel im Hrsaal am World-Toilet-Day bis zur Kanufahrt mit einer Schulklasse.Hip Hop und Viva Con Agua, passt das berhaupt zusammen? Unter dem Motto Wasser, Beats und Graffi ti Was hat Hip Hop mit sozialem Engagement zu tun? organisieren und moderiert das Seminar Aktions- & Projektmanage- Erstis im Gesprch: Wo kommt ihr her? Wo wollt ihr hin?

    Watt ist denn da los? Ein Erstiwohnheim im NachhaltigkeitscheckZwei Wochen vor der Konferenzwoche wollten wir von vier Erstsemestern aus dem Willhelm-Watt-Wohnheim wissen, wie sie das Verantwortungs-seminar erlebt haben.? Bevor wir anfangen, stellt euch doch bitte mal alle vor!Sara: Ich bin Sara, 19 Jahre alt, kom-me aus Langenfeld, das liegt zwischen Kln und Dsseldorf. Und ich studiere hier Wirtschaftspsychologie.Dennis: Ich bin der Dennis, ich komme aus Bad Honnef bei Bonn, studiere ebenfalls Wirtschaftspsychologie, und ich bin 20 Jahre alt.Elias: Ich bin Elias, ich bin auch 20, bin Umweltwissenschaftler, komme auch aus NRW, so zwischen Kln und Dsseldorf, nmlich aus Haan.Raphaela: Ich heie Raphaela, bin 19 Jahre alt, studiere Kulturwissenschaf-ten und komme aus Baden-Wrttem-berg, aus der kleinen Stadt Lauda-Knigshofen.? Danke schn. Erzhlt doch mal. Wie

    war euer Leben hier im Ersti-Wohnheim nachdem ihr eingezogen seid?Elias: Also ich fands total gut, weil man einfach sofort vierzig Leute kann-te. Und da mssen ja dann auch ein paar dabei sein, die nett sind. (lacht) Vor allem bevor die Uni begonnen hat-te. Hier konnte man sich vom ersten Abend an absprechen. Wer geht auf welche Party? Dann kommen direkt 5 Leute vom Wohnheim mit. Sara: Man kannte schon so viele Leute, wenn man ber den Campus gelaufen ist. Als es noch warm war, haben wir sogar alle zusammen noch drauen gegrillt. Da gewhnt man sich dann auch schnell ein. Dennis: Also ich kann dem nichts weiter hinzufgen. Ich htte dasselbe gesagt.? Wie viel habt ihr vor eurem Stu-dium ber das Leuphana-Semester gewusst? War das Konzept auch ein Grund dafr, hier zu studieren?Dennis: Also ich habe mich vorher

    [ment am Beispiel der Trinkwasseriniti-ative Viva Con Agua de Sankt Pauli e.v eine Podiumsdiskussion.Hier stoen Michael Fritz, ein Mitbe-grnder des Vereins, Falk Schacht, Redakteur der Online-Plattform www.mixeryrawdeluxe.tv und der Streetart Knstler Gerrit Peters alias TASEK, aufeinander.Das wird sicher ein spannender Schlag-abtausch. Die drei kennen sich auch privat sehr gut und sind rhetorisch stark, meint auch Pascal Klpien, ein Teilnehmer des Projektseminars.Eine weitere Teilgruppe des Seminars organisierte Nightfl ow- Party, diesen Mittwoch im Salon Hansen, um 23 Uhr geht es los. Auch hier versickert kein Geld: die Eintrittsgelder fl ieen direkt in die Wasserprojekte der Welthunger-hilfe. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen Viva Con Agua und dem Sa-lon Hansen wird eine Veranstaltung wie diese ermglicht. Pascal Klpien gibt auf jeden Fall zu, dass ihm das Projektseminar die Augen geffnet hat. Er nimmt seit einiger Zeit an der Vereinsarbeit der Viva con Agua Zelle in Lneburg teil. In seinem Fall war das Verantwortungsseminar also mehr als nur ein Tropfen auf den heien Stein.

    Dennis, Sara, Raphaela und Elias wohnen seit Beginn des Leuphana-Semesters 2012/13 gemeinsam im Ersti-Wohnheim in der William-Watt-Strae. Wir haben sie an einem Sonntag besucht und ein entspanntes Kchen-Gesprch gefhrt!

    Wenn man 6 Jahre und 9 Monate ununterbrochen furzt, hat man genug Gas gesammelt, um die Energie einer Atombombe freizusetzen.

    Homostase ist ein Synonym fr Nachhaltigkeit.

  • [Projects] 5Cha[lle]ngeAusgabe 1 26. Februar 2013

    +++ We feed the world +++ LEUFARM Ein studentischer Gemeinschaftsgarten an der Leuphana +++ Ansto zur HafenCity Die Spieler und ihre Interessen +++ Die Wollhandkrabbe erobert Deutschland +++ Bis wir alle baden gehen! +++ Grn bleibt kleben! +++ KONY 2012 Manipulation der Masse? +++

    Corinna Thlke und John Paxson

    Letztendlich sagt das doch noch nicht besonders viel aus. Eventuell ist er im Bezug auf andere Dinge sehr nachhaltig. [Max] Der passt zur Leuphana mehr Schein als Sein! [Nele] Bestimmt kauft er die Eier nur fr sein nchstes Forschungsprojekt ein! [Henning]

    Erstis im Gesprch: Wo kommt ihr her? Wo wollt ihr hin?

    Watt ist denn da los? Ein Erstiwohnheim im NachhaltigkeitscheckLeuten aus dem eigenen Studiengang zu tun hat.Elias: Im Verantwortungsseminar bin ich in einer Projektgruppe mit zwei Rechtlern, zwei KuWis und noch einem UWi, und das ist echt richtig gut, wir verstehen uns alle super.? Wie hat euch denn die Vorlesungs-reihe so gefallen? Der BlogN? Und eure Tutorien?Raphaela: Oh Gott! (lacht) Also es war schon manchmal wie ein Zwang. Gera-de der Blog. Dieser Gedanke Ich muss jetzt einfach 500 Wrter schreiben!, Hauptsache 5x500 Wrter und egal und fertig! Sara: Ich hab auch irgendwann raus-gefunden, dass die ja auch gar nicht so richtig gelesen werden, sondern dass das einfach nur vom Computer erfasst wird. Ein bisschen mehr Feed-back wre schn gewesen.Elias: Ich fand die Vorlesung jetzt nicht SO gut! Dagegen war der BlogN auch ganz hilfreich, um ein wenig das

    schon genau informiert, was es da fr einzelne Module gibt. Es war aber kein Grund hier anzufangen, das lag ei-gentlich wirklich nur am Studiengang, weil man den in der Form nur hier und an wenigen anderen Universitten be-legen kann.Elias: Ich hab mich nicht ganz so sehr informiert, was die Module angeht, aber diesen breiten Ansatz des Semes-ters fand ich irgendwie gut und auch wichtig.Raphaela: Was mich sehr angespro-chen hat, war die Tatsache, dass eben alle Erstsemester zusammen studie-ren, und man so auch Leute aus ande-ren Studiengngen kennenlernt. Aber inhaltlich war das Leuphana-Semester kein ausschlaggebender Punkt. (lacht)Sara: Also ich wusste schon, dass es das irgendwie gibt. (lacht) Ich fand es auch schn, mit allen Erstsemestern zusammen zu studieren, habe aber auch schnell gemerkt, dass man nach einer gewissen Zeit doch mehr mit den

    weil es in einem Vertiefungsfach der Kulturwissenschaften auch viel um Museen geht, und da wollte ich mal sehen, ob mir das liegt. Es war sehr interessant, aber ich wei jetzt, dass ich das Vertiefungsfach nicht whlen werde! (alle lachen) Es hat aber Spa gemacht, die Atmosphre und die Gruppe waren klasse!? Hat sich whrend des Semesters eure Einstellung oder euer Interesse zu dem Thema Nachhaltigkeit verndert, zum negativen oder positiven? Sara: Ja ich denke so Zeiten hat man immer. ber Nachhaltigkeit wird in der Presse und hier an der Uni einfach sehr viel berichtet. Und ich muss sa-gen, es gibt Tage, da hat man einfach keine Lust nachhaltig zu sein.(lacht) Da mchte man halt zu Hause mit dem Auto fahren weil es regnet. Und auch bei der Uni frage ich mich inwiefern die Nachhaltigkeit hier immer ernst genommen wird. Ich meine beispiels-weise bei dem Libeskindbau knnte man sich diese Frage stellen. ? Unsere letzte Frage an euch: Mit wel-chen Erwartungen geht ihr jetzt in die Konferenzwoche?Dennis: Ja, ich knnte mir vorstellen, dass es sehr interessant wird. Ich bin gespannt, was es da fr verschiedene Veranstaltungen und Vorlesungen gibt und ich hoffe es wird noch irgendwie klar, wie das genau abluft.Sara: Ja,ich habe auch noch nicht ver-standen, wann man jetzt genau wo da sein muss.Dennis: Ja, aber ich habe noch nicht so Lust auf den Vortrag.Raphaela: Auf deinen eigenen Vortrag? (lacht)Dennis: Und halt die ganzen Vorberei-tungen, aber im Moment denke ich erst mal ber die Klausuren nach und da-nach werde ich das mit meinem Team bestimmt noch hinkriegen.Elias: Ich war eigentlich eher skep-tisch, dass das so mitten in den Se-mesterferien ist. Aber jetzt wo ich die Liste mit den Dozenten gesehen habe, denke ich mir, da sind sehr interessan-te Sachen dabei. Ich kann mir wirklich vorstellen, dass die Atmosphre hier sehr schn wird und es zu einem wis-senschaftlichen Austausch kommt.Raphaela: Ich bin wirklich gespannt, was die einzelnen Gruppen erarbeitet haben!

    ? Vielen Dank fr das Interview!

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    ]Schwafeln zu lernen, um auf 500 Wr-ter zu kommen! (lacht) Es war schon schn, sich mit fnf eigenen Themen zu beschftigen, und sich auch mit fnf anderen Beitrgen auseinander-zusetzen.Sara: Ich muss sagen, dass ich mein Tutorium wirklich sehr gut fand! Ich hatte einen guten Tutor und irgendwie hat mir das sogar mehr gebracht, als die Vorlesungen. Wir haben uns viel mit dem Studienbrief beschftigt, und ich fi nde es generell schner, wenn al-les ein wenig interaktiver zugeht!Raphaela: Unser Tutor hat auch unsere Blog-Eintrge teilweise durchgelesen. (alle lachen)? Wonach habt ihr eure Verantwor-tungsseminare ausgesucht? Wurden eure Erwartungen an die Seminare erfllt?Sara: Also das Seminar, das ich ur-sprnglich gewhlt hatte, habe ich aus Interesse gewhlt. Da ging es um Bildungs-Chancen. Das hab ich aber leider nicht bekommen. In der zweiten Losrunde hab ich dann auch kein Se-minar bekommen, und musste dann einfach irgendwas nehmen. Da hatte ich dann auch keine Lust mehr, mir die Beschreibungen durchzulesen. Da geht es um die Verteilung von Wissen-schafts- und Forschungsgeldern. Mich hat es nicht so begeistert. Es waren aber gute Seminar-Themen dabei! Schade, dass es fr mich nicht ge-klappt hat!Dennis: Ich hab auch nach Interesse gewhlt und zum Glck auch bekom-men. Das Thema des Seminars war Food Justice, Lebensmittelgerechtig-keit, ein Thema, das mich schon immer interessiert hat. Bezglich des Inhalts wurden meine Erwartungen zwar er-fllt, ich htte aber mit weniger Arbeit gerechnet. (lacht)Elias: Mein Seminar beschftigt sich mit dem bedingungslosen Grundein-kommen. Das habe ich gewhlt, weil es ein Thema ist, das immer mal wieder irgendwo aufgekommen ist, und dann schreibens die Piraten in ihr Partei-Programm. Da wollte ich mir einfach mal eine Meinung zu bilden! Jetzt kann ich die Gedanken dazu verstehen und fr mich einordnen. Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit dem Seminar.Raphaela: Ich habe mich zuerst fr das Seminar der lunatic-Spielwiese bewor-ben, aber der Andrang war enorm gro. Im zweiten Durchgang habe ich auch wieder nach Interesse gewhlt und dann Museen und Nachhaltigkeit bekommen. Das habe ich gewhlt,

    Dennis, Sara, Raphaela und Elias wohnen seit Beginn des Leuphana-Semesters 2012/13 gemeinsam im Ersti-Wohnheim in der William-Watt-Strae. Wir haben sie an einem Sonntag besucht und ein entspanntes Kchen-Gesprch gefhrt!

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  • [People]6 Cha[lle]nge Ausgabe 1 26. Februar 2013

    Trotz Konferenzwochenstress wirkt Sven Prien-Ribcke sehr entspannt

    Wer is eigentlich dieser Sven?Sven Prien-Ribcke: ein Gesicht, viele Facetten

    John Paxson und Max Rauer

    ? Wie ist die Lage, kurz vor der Konferenz-woche? Wie geht es Ihnen persnlich?Sven Prien-Ribcke: Ich wrde jetzt ei-gentlich gerne sagen tiefenentspannt, aber das ist natrlich nicht ganz die Wahrheit. Also wir stehen jetzt am Frei-tag schon ein wenig unter Strom, aber ich wrde sagen die Spannung, die sich hier jetzt entldt, die ist positiv. Es gibt keine groen Konfl ikte, keine Gewaltex-zesse, alles hlt sich im Rahmen.? Vom Student zum Modulverantwort-lichen fr Nachhaltigkeit. Wie sind Sie dahin gekommen?Sven Prien-Ribcke: Ja, das ist eine spannende Frage. Das war nie ein Plan, aber es gibt da natrlich eine Geschich-te dazu. Studiert hab ich in Heidelberg, bin also kein Lneburger Gewchs. ? Ist aber ne schne Stadt. Die zweit-schnste Stadt.Sven Prien-Ribcke: Genau, ich vermute die Heimatstadt ist ihre Nummer eins? Und das ist Lneburg? (lacht) Sehr schn. Ich hab diese Stellenausschrei-bung gesehen, Wissenschaft trgt Ver-antwortung, und mir dann noch diese Formate dazu angeschaut und da merkt man gleich, das hat was besonderes, da entsteht etwas neues, etwas lebendi-ges, was man noch gestalten kann. Ich selbst hab ja noch in einem anderen System studiert und habe das in Hei-delberg ehrlich gesagt auch immer sehr geschtzt. Diese Freiheit, mich eigent-lich zwischen den Fakultten relativ frei bewegen zu knnen und einfach auch selbst entscheiden zu drfen, was mich interessiert.? Was haben sie eigentlich studiert? Sven Prien-Ribcke: Ne Menge eigentlich (lacht). Formal tatschlich Volkswirt-schaftslehre und Politikwissenschaft. War dann aber auch viel in der Philoso-phie, in der Soziologie unterwegs und so-gar aber auch mal bei den Biologen. Das sagt aber noch nicht: Wie bin ich hier her gekommen? Ich hab tatschlich eine ganze Zeit lang versucht meinen Weg zu gehen. Ich bin sehr stark in Hamburg aktiv gewesen und hab mich frs bedin-gungslose Grundeinkommen eingesetzt. ? Wir haben da schon so was gefun-den... wenn man ihren Namen googelt, dann kommt man da nicht drumrum. Sven Prien-Ribcke: Genau, ich hab also dieses Hamburger Netzwerk Grund-einkommen mitbegrndet, mit vielen Freunden, und inzwischen gehrt das in der Grundeinkommensbewegung zu einer wichtigen Kraft.

    ? Warum genau Grundeinkommen?Sven Prien-Ribcke: Ha! In Heidelberg hatte ich natrlich viel Zeit, mir Ge-danken zu machen: Wo liegen die ganz groen Herausforderungen? Ich hatte einen marxistischen Freund, mit dem ich viele Nchte durchdiskutiert habe und da sind wir, einfach durchs Disku-tieren, wirklich selbst auf so etwas wie ein bedingungsloses Grundeinkommen gekommen. Nmlich dann auf eine, im Grunde genommen, Ausstattung, die man monatlich erhlt, die den Menschen ermglicht nein zu sagen, damit sie eben bestimmten marktkonomischen Zwngen versagen knnen. ? Bevor auch wir die Nacht durchdis-kutieren, kommen wir doch nochmal zurck zur Konferenzwoche. Sie ma-chen das jetzt nicht das erste Mal...Sven Prien-Ribcke: ...genau, es ist die dritte Runde! ? Die dritte Runde. Und wir haben uns gefragt, bekommen sie Feedback von den Studierenden und wie fllt das aus?Sven Prien-Ribcke: Natrlich unter-schiedlich. Wir haben ja ein groes

    Problem: In Wirklichkeit hat man doch das Gefhl, man wird betrogen. Um die eigenen Ferien. Und zwar nicht nur die Studierenden empfi nden das so, die Lehrenden zu einem Teil auch. Da war es wirklich eine Herausforderung die Stim-mung zu drehen, eine Veranstaltung zu machen von der am Ende alle sagen: Es war gut. Besonders letztes Mal, gab es Leute, die haben gesagt: Ich hab noch nie so viel gearbeitet, aber es war am Ende verdammt gut. Also da hat man fast das Gefhl gehabt, es gibt so etwas wie Leistungsglck. ? Man hrt zwischendurch auch immer wieder, wenn man mit den Studierenden redet, dass der Begriff Nachhaltigkeit doch relativ verhasst ist.Sven Prien-Ribcke: (lacht) Wunderbar, dass Sie das jetzt bringen!? Zumindest kommt irgendwann der Punkt wo es dann doch mal nervt. Haben sie eigentlich manchmal Angst, dass es zu viel oder sogar kontraproduktiv wer-den knnte?Sven Prien-Ribcke: Das gehrt fast zu den berraschungen. Es ist natrlich

    so, wenn man sich ein halbes Jahr damit beschftigt und zwar nicht absolut freiwillig dann haben wir sofort dieses Motivationsproblem, weil die Leute sich das nicht selbst whlen. Ich glaube, das ist das Hauptproblem. In der Sa-che selbst ist das eigentlich schwierig. Nachhaltigkeit als Prinzip ist ja ver-gleichbar mit Freiheit. Und das wre irgendwie merkwrdig, wenn jetzt Leute sagen: Immer diese Freiheit... ? Jetzt haben wir viel ber Nachhaltig-keit geredet. Wie sieht das denn mit der gelebten Nachhaltigkeit im Leben des Sven Prien-Ribcke aus?Sven Prien-Ribcke: (lacht) Oha. Ich hab ein Feld da bin ich wirklich super Vor-bildlich. Das ist richtig Klasse. Ich fahre einfach kein Auto, ich hab berhaupt gar keinen Fhrerschein. ? Damals schon vorrausschauend nicht gemacht den Fhrerschein?Sven Prien-Ribcke: Vielleicht bin ich ja immer durchgefallen ... Nein, die Wahr-heit ist: Ich hab mich tatschlich lnger mit einer Greenpeacestudie beschftigt und fand das einfach plausibel, was dort gesagt wurde. Aber ich bin, das merkt man mir wahrscheinlich an, kein kofundi.? Zum Abschluss stellen Sie sich mal folgendes vor: Sie sind im Supermarkt, stehen vor dem Eierregal und greifen grade zu den Eiern aus Kfi ghaltung, weil sie gnstig sind. Im Augenwinkel sehen sie eine Gruppe Studierender, die sie beobachtet. Wie verhalten sie sich? Sven Prien-Ribcke: Das ist ne inter-essante Situation, kann bei Eiern aber wirklich nicht passieren. Hab mich ein-mal mit Kfi ghaltung beschftigt und einfach festgestellt, das will ich nicht. Aber trotzdem gibt es andere Felder beim Essen, wo ich dann wahrscheinlich ... naja. Bei uns gibts oft Sigkeiten zu Hause und keine Ahnung, was da so drin ist. Wahrscheinlich Pferdeblut oder so.? Apropos. Schonmal ne Fertiglasagne gegessen?Sven Prien-Ribcke: (Lacht) Ja genau, das gibts natrlich. Aber ich bemh mich schon. Also grad beim Fleisch. Wir sollten uns doch darber einigen, Mas-sentierhaltung die sollte es doch nicht geben oder? ? Darauf knnen wir uns gerne einigen! Vielen Dank fr das Interview.Sven Prien-Ribcke: Ja, das hat mir auch Spa gemacht!

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    Elender Heuchler [Sara] Sieht wohl scheinheilig aus, doch ich werde nicht voreilig ber den Mann urteilen, da ich seine Geschichte nicht kenne. [Dennis] Den knnte ich nicht mehr ernst nehmen [Julia] Gegefrage: Kann man denn vollkommen ohne Widersprche leben? [Leslie]

  • [People] 7Cha[lle]nge

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    Ausgabe 1 26. Februar 2013

    Coca Cola wre ohne Farbstoff grn wie nachhaltig!

    Stimmen der Konferenzwoche

    Ann-Katrin Mvers

    Dirk Scharmer

    Ich baue ein Haus. - So einfach ist das. Genau danach klingt es, wenn man sich die Projekte von dem Architekten Dirk Scharmer (44) ansieht. Es sind Huser aus Stroh, Holz und Lehm, die die Flam-me der Neugierde wecken, wenn man davon erfhrt. Dirk Scharmer hat seine Karriere mit einer Zimmermannslehre im Jahr 1987 begonnen, die im Grunde die Basis fr alles Folgende legen sollte. Hier lernte er, wie man Treppen, Fenster und Mbel baut, Gefache ausfacht, Decken verklei-det und natrlich lernte er auch, Verant-wortung zu bernehmen. Darauf folgte ein Architekturstudium, einige Fortbil-dungen und was daraus entstand, war eine passionierte, leitende Mitarbeit an insgesamt drei Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zum Strohbal-lenbau. Diese faszinierende Bauweise ist nicht gerade eine Neuheit. Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie von Siedlern in Nebraska verwendet. Nach einem Bruch kam dieser Stil Mitte der 80er Jahre wieder ins Gesprch und gewinnt seitdem mehr und mehr an Be-deutung und Interesse. Die berzeugenden Merkmale sind zum einen die quasi unbegrenzte Verfgbar-keit, da es sich um nachwachsende Ma-terialien handelt, und zum anderen die nicht vorhandenen Schadstoffe. Dazu kommt, dass der Lehm fr einen opti-malen Feuchtigkeitsausgleich sorgt. Der in Sdergellersen lebende Dirk Scharmer, ein Vertreter der energiespa-renden Architektur, ist am Dienstag, den 26.02.2013 von 14-16 Uhr auf dem Hauptcampus in C 12.1, anzutreffen!

    Milena Scipio

    Monika Griefahn

    1954 ward sie geboren. In 60 Jahren Lebenszeit kann sich viel tun, die Welt, sie verndert sich, man selbst, vern-dert sich. Und das in Zeiten, in denen die Leitparole aller Hher / Schneller / Weiter ist. Es geschieht Unfassbares, so schnell kann man gar nicht gucken.Die Frage ist: konnte Monika Griefahn so schnell gucken, um ihren eigenen Wandel miterleben zu knnen? Chro-nologisch: Diplomsoziologin / Green-peace-Aktivistin / Mitgrnderin Green-peace Deutschland / niederschsische Umweltministerin (1990-1998) / Status der Umweltexpertin / Mitglied des nie-derschsischen Landtags (fr SPD) und von 1998-2009 Mitglied des Deutschen Bundestags / Grndung und Leitung des Instituts fr Medien, Umwelt, Kultur in Buchholz / Chief Sustainability Offi cer (zu deutsch: Direktorin fr Umwelt und Gesellschaft) von AIDA Cruises // Um mein Fazit zu ziehen: ich denke Frau Griefahn gebhrt das gewisse Ma an Respekt, das man eben fr Leute ver-sprt, die so viel erreicht haben in ih-rem Leben. Nichtsdestotrotz bleibt mir schleierhaft, wie jemand, den so viel Passion fr die Umweltdebatte im Leben um getrieben hat (die Titel ihrer Publi-kationen wecken eine groe Neugierde in mir, beispielsweise Kreativitt ein Wirtschaftsfaktor oder der Titel der Rede Cradle to Cradle als Motor fr die Produktion der Zukunft) bei einem solchen Unternehmen wie AIDA Crui-ses im Namen der Nachhaltigkeit an Bord gehen kann. Aber wie gesagt, die Zeiten ndern sich und mit ihnen die Menschen. Wir drfen gespannt sein, was sie uns hier an der Leuphana zu sagen hat und ob sie wohl ihren Kreuz-fahrtschiffen, die ja ein eigener Kosmos seien (so wird sie in einem Artikel der taz zitiert), ein Nachhaltigkeitssiegel son-dergleichen verpassen kann!

    Viviana Kneiske

    Joachim Radkau

    Joachim Radkau ist ein deutscher His-toriker, der sich seit den 80er Jahren vor allem mit der Technik- und Umweltge-schichte beschftigt.Er studierte zwischen 1963-1968 Ge-schichte in Mnster, Berlin und Ham-burg und promovierte dann 1970 ber die Rolle deutschsprachiger Emigran-ten in der Zeit von 1933 bis 1945 im Umfeld des damaligen US-Prsidenten Franklin D. Roosevelt. Seit 1981 lehrt er an der Universitt Bielefeld Neuere Geschichte. Aufmerksamkeit erhielt er durch seine 1980 verffentlichte Studie ber Aufstieg und Krise der deutschen Atomwirtschaft. Im Jahr 2011 verf-fentlichte er Die ra der kologie. Eine Weltgeschichte.. Darin stellt er die Ge-schichte der Umweltbewegungen dar: Von der Waldromantik und der Holznot whrend der Aufklrung bis zum be-deutenden Thema des Klimaschutzes beschreibt er die jeweiligen kologi-schen Motive, charismatischen Leitfi -guren und politischen Verwicklungen.In seinem heutigen Vortrag von 16:3018:00 Uhr in C 12.6 knnt ihr euch auf interessante Thesen zur ra der kolo-gie sowie zum Thema der zuknftigen nachhaltigen Vernderung freuen!

    Marie-Shophie Vorbrodt

    Gerhard Jochum

    Energie-Manager aus Berlin. Er vertritt die These: Ohne Nachhaltigkeit bei der Unternehmens-Entwicklung bleibt auch die Nachhaltigkeit des Energie-Systems auf der Strecke so viel verrt das Pro-gramm der Konferenzwoche in Hinblick auf seinen heutigen Vortrag zum Thema Energiewende nachhaltig: Der lange Weg von gut gemeint zu gut gemacht. Um die Rolle, die wirtschaftliche Unter-nehmen in der Debatte zur Energiewen-de spielen, soll es gehen. Mit dieser hat Jochum sich schon viel beschftigt.1953 geboren, machte er eine kaufmn-nische Berufsausbildung und studierte dann die Wirtschaftswissenschaften. Die erste Berufserfahrung sammelte Jochum in einer Beratungsgesellschaft mit Schwerpunkt unter anderem in der Energiewirtschaft. Spter bernahm er den Vorstandvorsitz der sbw AG, der vormaligen Stadtwerke Bremen. Im Zuge dessen vollzog sich die Priva-tisierung des Energieunternehmens. Anschlieend wechselte er zur Energie Baden-Wrttemberg AG, bevor er 2003 das BRO JOCHUM grndete und sich seitdem als Berater mit Unternehmens-entwicklung insbesondere in Bezug auf Energiewirtschaft und -politik beschf-tigt. Was Gerhard Jochum auf dieser beruf-lichen Reise gelernt und ber die Grad-wanderung zwischen Firmenrendite und Nachhaltigkeit in Unternehmen berich-ten und beichten kann, knnt ihr heute um 16.30 Uhr in C 12.1 herausfi nden.

    Elender Heuchler [Sara] Sieht wohl scheinheilig aus, doch ich werde nicht voreilig ber den Mann urteilen, da ich seine Geschichte nicht kenne. [Dennis] Den knnte ich nicht mehr ernst nehmen [Julia] Gegefrage: Kann man denn vollkommen ohne Widersprche leben? [Leslie] !

  • [Post Scriptum: Fr einen Perspektivwechsel]8 Cha[lle]nge Ausgabe 1 26. Februar 2013

    K o mm e n t a r

    Perspektivwechsel] Ausgabe 1 26. Februar 2013

    H e i n r i c h - B l l - H a u s

    Die sage und schreibe 15 Gruppen (location: Katzenstrae 2, Lneburg) ver-suchen, den Gedanken der Nachhaltigkeit in Lneburg zu verankern. Dafr engagieren sie sich in den vielfltigsten Bereichen. Man kann sich zum Beispiel fr die Einhaltung der Menschenrechte und besonders der Kinderrechte einsetzen, indem man den Freunde fr Naturvlker e.V. oder die terre des hommes Arbeitsgruppe untersttzt oder zusammen mit der Greenpeace Gruppe Lneburg fr eine intakte Umwelt kmpfen! Doch macht das Heinrich-Bll-Haus nicht nur die verschiedenen Arbeitsgruppen aus, sondern auch der Laden, der sich gleich im Erdgeschoss befi ndet, zu erkennen an der von der Hauswand baumelnden Hngematte, die man drinnen auch erwerben kann, ebenso Kaf-fee, Tee, Reis, Schokolade und Krbe oder Musikinstrumente. Dies ist dann der sogenannte Eine-Welt-Laden, es gibt auch noch den Umwelt-Laden mit umweltfreundliche Schreibwaren, ko-Wein, Bio-Saft u.v.m. Unter diesem Dach geschieht alles frei nach Bll Mir muss eine Sache Spa machen, sonst werde ich krank.

    Fotostory: Von der Apfelallee zum Apfelkuchen

    Raoul Duke

    Luxusproblem Nachhaltigkeit? Sie istin aller Munde. Sie begegnet uns ber-all. Auf jedem Joghurt. Jeder Msli-riegel und jede Schokolade verspricht sie uns. Jetzt ist sie auch noch hier an der Uni und bedrngt uns die Nach-haltigkeit. Besonders in den nchs-ten Tagen wird sie uns an jeder Ecke aufl auern. Sie begegnet uns in jedem Seminar und jeder Vorlesung, jedem Vortrag auf der Konferenzwoche. Da stellt sich die Frage, ist das schon All-tag? Ist das noch normal? Man glaubt es kaum, aber es gibt Regionen auf der Welt, in denen sie weniger prsent ist. Lnder, in denen die Frage, was morgen auf den Teller kommt, wichti-ger ist, als die Frage, ob es Bio oder eben doch Eier aus Kfi ghaltung sind.Es gab Tage, da sa ich in eben die-sen Vorlesungen und konnte mich nicht gegen den Gedanken wehren, dass ich gerade an einem unglaubli-chen Luxusprogramm teilnehme. Ist das eventuell der eigentliche Beweis fr unseren Luxus, dass wir uns so intensiv mit dem Problem der Nach-haltigkeit auseinander setzen knnen? Der Grundgedanke der Nachhaltigkeit keine Frage ist gut. Er ist weder egoistisch, noch auf den ersten Blick auf Profi t ausgerichtet. Aber letztlich ist er exklusiv und nur wenige haben Zeit und Geld sich ernsthaft mit ihm auseinanderzusetzen. Wir haben den Luxus fr uns zu entscheiden nach-haltig zu leben. Vielleicht stimmt mich dieser Gedanke milde, wenn ich mich im Supermarkt mal wieder von dem Bio-Angebot erschlagen fhle oder auf der Konferenzwoche das Gefhl des berfl usses, und berdrusses an Nachhaltigkeit aufkommt.

    Da laust mich doch der ApfelApfelallee in Kaltenmoor: das Ghetto, das keiner kennt.

    Milena Scipio

    Eigentlich wollte unser Mitbewohner nur gemtlich zu Max Bahr radeln, doch auf dem Weg durch Kaltenmoor fand er sich auf einmal inmitten ei-ner Allee, die fast nur Apfelbume zhlte. Apfelbume verschiedens-ter Sorten, Grne, Rotbckige und auch eher Gelbe waren darunter. Ganz begeistert erzhlte er uns davon. Wir waren Feuer und Flamme, dort ein-mal pfel zu pfl cken. Er fertigte eine Wegbeschreibung fr uns an, denn das Internet, Google Maps im Speziellen, lie uns im Stich. Wir hielten eine Skiz-ze in Hnden, mit der wir unser Ziel, die wundersame, menschenleere Apfelallee, unmglich verfehlen konnten. Sogleich machten wir uns auf den Weg dorthin: durch Wilschenbruch, ber den Bahn-bergang dort, durch den Wald, immer der Nase nach, vorbei an ckern und dem Waldfriedhof, ber Stock und Stein, die Konrad-Adenauer-Strae berque-ren, noch ein kleines Stck gradeaus geschafft!

    Bewaffnet mit einem Mllgreifer, einer groen, leeren Postbox und Rucks-cken, schoben wir unsere Rder von Baum zu Baum, sodass wir uns vom Gepcktrger aus besser auf den Baum hieven konnten. Alternative ist die gute alte Ruberleiter. Besonders lange ver-weilten wir an den Bumen, von denen Boskoop-pfel baumelten (die einzige Sorte, die wir mit unseren Apfelkennt-nissen mit Sicherheit ausmachen konn-ten). Whrend des Erntens wurde schon der ein oder andere Apfel schnabuliert, denn es gab sie en masse und nie en-den wollend.Folge war, dass es bei uns fast jede Woche mindestens einen Apfelkuchen, Apfelkompott oder Apfelpfannkuchen gab. Den nchsten goldenen Herbst werden wir mit dreimal so vielen Apfel-greifern begren und hoffen, dass ihr auch ein paar pfelchen vor dem Ver-gammeln und wieder Eins werden mit dem Boden rettet!

    IMPRESSUM

    Herausgeberin: Leuphana Konferenz 2013 Chefredaktion: Max Rauer und Marie-Sophie Vorbrodt Text-Redak-tion: Wolff-Rdiger Gevert, Kati Jovic, Viviana Kneiske, Ann-Katrin Mvers, Mi-lena Scipio, Corinna Thlke Foto-Re-daktion: Anna-Lena Blank, Jacqueline Krebs, Julian Mann, Khaled Nahiz, Sven-ja Pape, Jytte Rohland, Henriette Schulz Grafi k + Layout: Katrin Eismann, Leslie Aliza Grosch Dozentinnen: Ka-trin Eismann, Angela Franz-Balsen, Eva Rahe Druck: nordlanddruck GmbH Aufl age: 1100 Stck

    Gnn dir einen

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    wechsel!

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